Ein weiteres Produkt der ZZ-Vermögensverwaltung ist bald Geschichte. Der ZZ3 wird zum 10. Oktober 2017 geschlossen. Alle Vermögensgegenstände des Fonds werden verkauft, das angelegte Kapital einschließlich der aufgelaufenen Erträge an die Anteilinhaber ausgeschüttet. Das teilt die Semper Constantia als Verwaltungsgesellschaft und Depotbank in einem Anlegerschreiben mit, das FONDS professionell ONLINE vorliegt. Ab 29. September werde die Abwicklung des Fonds durch die Depotbank erfolgen.

Damit verschwindet ein weiteres Produkt der ZZ-Vermögensverwaltung um Firmengründer Peter Pühringer vom Markt. Dessen Fonds hatten mit hohem Risikoeinsatz in den vergangenen Jahren wegen sehr hohe Erträge die Blicke auf sich gezogen – wenngleich die ZZ-Vermögensverwaltung selbst immer diskret im Hintergrund blieb.

Pühringer ist laut Firmenbuch operativ nicht mehr für das Unternehmen tätig, sondern mittlerweile Aufsichtsratschef seiner ZZ-Vermögensverwaltung, die zu 100 Prozent der POK Pühringer Privatstiftung gehört. Auch die Fondspalette wird derzeit schrittweise umgebaut: Ende 2016 war bereits der ZZ2-Fonds auf den ZZ1 verschmolzen worden. Der dadurch vergrößerte ZZ1 weist ein Fondsvolumen von über 1,2 Milliarden Euro aus.

Große Performanceunterschiede
Der nun zu liquidierende ZZ3 hat hingegen lediglich ein Fondsvolumen von 5,6 Millionen Euro. In den vergangenen fünf Jahren lag die annualisierte Performance zwar bei hohen 12,6 Prozent. Seit Fondsauflage am 9. Juni 1998 steht laut Mountainview-Daten allerdings ein Minus von 46 Prozent zu Buche. Beim großen Bruder ZZ1 liegt die Performance seit Auflage am 5. August 1996 bei plus 2.514 Prozent.

Der ZZ3 setzte auf globale Aktien in Kombination mit Anleihen und ging für eine hohe Rendite hohe Risiken in volatilen Regionen wie Südostasien, Osteuropa oder Lateinamerika ein. "Der ZZ3 wurde geschlossen, da aufgrund des Fondstyps beziehungsweise der Portfoliostruktur eine Fusion des ZZ3 nicht zielführend ist", teilte die Semper Constantia auf Anfrage von FONDS professionell ONLINE mit. Der ZZ1 setzt auf Hochzinsanleihen in Entwicklungs- und Schwellenländern in Kombination mit Aktien und anderen Wertpapieren und nimmt ebenfalls hohe Kursschwankungen in Kauf. (eml)