"Bitte helfen Sie mir. Ich sitze hier fest und ich habe kein Handy. Bitte rufen Sie meinen Chef an." Die Kunden einer US-Bank trauten ihren Augen nicht, als sie von einem Geldautomaten im texanischen Corpus Christi einen Zettel mit dieser Nachricht samt Telefonnummer erhielten. Doch was war geschehen?

Einem Handwerker, der Arbeiten in dem Raum hinter dem Geldautomaten zu erledigen hatte, fiel die Tür ins Schloss – und er saß in der Falle. Zu allem Überdruss hatte er auch noch die Schlüsselkarte, mit der er die Tür hätte öffnen können, im Auto liegen gelassen – neben seinem Mobiltelefon.

Da die Bank bereits geschlossen hatte, konnte er sich also auch nicht bei den Angestellten bemerkbar machen. Nach rund zwei Stunden hatte er plötzlich die rettende Idee. Er schrieb den oben erwähnten Hilferuf auf einen Zettel und schob ihn durch den Quittungsschlitz nach draußen. Die Kunden hielten dies vorerst für einen schlechten Scherz, doch ein Mann schöpfte schließlich Verdacht und rief die Polizei.

"Das gibt es doch gar nicht"
Die Beamten konnten zwar kaum glauben, dass wirklich jemand in dem Geldautomaten festsaß, sahen aber schließlich doch nach dem Rechten. "Tatsächlich haben wir eine leise Stimme gehört, die aus der Maschine kam", sagte Senior Officer Richard Olden. Er trat die Tür zu der Kammer hinter dem Automaten ein und befreite den erleichterten Unglücksraben. "Das gibt es doch gar nicht, dass jemand in einem Geldautomaten gefangen sitzt. Das ist einfach nur verrückt", so der fassungslose Beamte nach seinem Rettungseinsatz. (mb)