Einen ungeahnten Höhenflug erlebt zurzeit der Zweitmarkt geschlossener Fonds. Seit Monaten steigen die Kurse für die Fondsanteile, und im Mai wurde eine neue Spitzenmarke gesetzt: "Der Durchschnittskurs für alle gehandelten Anteile markierte mit 94,21 Prozent ein neues Rekordhoch", berichtet die Fondsbörse Deutschland. Die Preissteigerungen entstanden aber nicht durch einen hören Umsatz.

Denn im Mai war der Umsatz geringer als in den beiden Vormonaten. Es wechselten 513 Fondsanteile mit einem Nominalwert von 18,7 Millionen Euro den Besitzer. Diese Volumen liegt im "üblichen Rahmen“. Im April und März wurden jeweils mehr als 20 Millionen Euro umgesetzt. Die Rekordpreise sind für die Fondsbörse ein "Indiz dafür, dass Sachwertbeteiligungen auf der Suche nach auskömmlichen Renditen immer mehr in den Fokus professioneller Anleger rücken".

Drei Viertel des Umsatzes entfielen auf Immobilienfonds. Unter den fünf meistgehandelten Fonds befinden sich vier Immobilienbeteiligungen. Diese Assetklasse erreichte im Mai erstmals einen Durchschnittskurs von mehr als 110,4 Prozent. Das liegt deutlich über dem Preis, den die Immobilien im Schnitt von Januar bis Mai erzielt haben (92,7 Prozent). Selbst Schiffe, die für zehn Prozent des Umsatzes verantwortlich sind, war mit einem Durchschnittskurs von 42,1 Prozent ungewohnt teuer. (ae)