Der Kölner Vermögensverwalter Flossbach von Storch ist im Asset-Manager-Ranking von Morningstar zurückgefallen, und zwar deutlich. Die Ratingagentur untersucht quartalsweise die Qualität der Anbieter am Markt. Die Bestenliste bezieht sich dabei auf die durchschnittliche Anzahl von Morningstar-Sternen, welche die jeweilige Gesellschaft auf sich vereinen kann – einmal gemessen an der Anzahl der Fonds und ein weiteres Mal relativ zum verwalteten Vermögen.

Flossbach von Storch fiel in der Auswertung per Ende März unter den kleinen europäischen Fondshäusern gleich mehrere Plätze auf Rang elf zurück. Zum Vergleich: Im Vorquartal rangierten die Kölner noch auf Platz vier. Grund für das Abrutschen der Rheinländer waren Rückstufungen des Aktienfonds FvS Global Quality und des Wandelanleihenportfolios FvS Global Convertible Bond. Diese büßten jeweils ihren vierten Stern ein. Das milliardenschwere Flaggschiff der Kölner, der FvS Multiple Opportunities R, hatte hingegen erst im November 2017 seinen fünften Stern zurückerlangt.

Schlappe in den Schwellenländern
Betrachtet man nicht den simplen Durchschnitt der Morningstar-Sterne, sondern die nach dem Volumen gewichteten Ratings, so steht Flossbach von Storch deutlich besser da. Zudem verweisen die Morningstar-Analysten darauf, dass die quartalsweise Betrachtung bei den kleineren Anbietern mitunter stark schwanken kann. Denn bei Ihnen hängt die Einstufung meist nur am Erfolg weniger, wenn nicht gar nur eines einzigen bestbewerteten Produkts.

Noch dramatischer rutschte in der einfachen Durchschnitts-Betrachtung Comgest ab. Das französische Haus sackte von Platz sechs per Ende 2017 auf Platz 15 per Ende März ab und fiel so aus der Top-Ten-Wertung. Grund hierfür seien Downgrades bei etlichen Emerging-Markets- Fonds gewesen, heißt es von Morningstar. Dabei erwischte es unter anderem die Flaggschiff-Produkte Magellan und Comgest Emerging Markets.

Überraschung auf Platz zwei
Bei den großen europäischen Fondshäusern führte unverändert Robeco die Rennliste an. Fidelity wurde hingegen durch Vanguard von Platz zwei verdrängt. Ursache: Etliche der nicht-börsengehandelten Indexfonds des amerikanischen Passivpioniers gewannen Sterne hinzu.

Zu den Aufsteigern zählte diesmal Schroders. Die Briten verbesserten sich von Platz elf auf den fünften Rang. Die Landsmänner von Jupiter hingegen sackten von Rang drei auf sieben zurück. Den vierten Platz verteidigte Allianz Global Investors als einziger Spitzenvertreter unter den Platzhirschen aus dem deutschsprachigen Raum. (ert)