Sparerinnen greifen deutlich seltener zu Aktienfonds als sparende Männer, zeigt eine aktuelle Auswertung der Sutor Bank. Demnach verzichten Frauen überdurchschnittlich oft auf das Sparen mit Aktienfonds in Form vermögenswirksamer Leistungen (VL). Die Auswertung von rund 120.000 VL-Depots bei der Sutor Bank ergab, dass sich gerade einmal 37 Prozent der Depots im Besitz von Frauen befinden. Die niedrige Quote hängt ausdrücklich nicht damit zusammen, dass Frauen seltener VL-berechtigt wären als Männer, betonen die Experten der Bank.

Die Scheu vor Aktien hat gravierende Folgen für den Vermögensaufbau und die Altersvorsorge von Frauen. "Durch den überdurchschnittlich hohen Verzicht auf VL-Sparpläne mit Aktienfonds fehlt vielen Frauen ein wichtiger Renditebaustein für die Altersvorsorge", erklärt Robert Freitag, geschäftsführender Gesellschafter der Sutor Bank. "Das Sparen mit Aktienfonds ist aus Renditesicht anderen Anlageformen langfristig überlegen."

Rund sechs Prozent Jahresrendite
Arbeitgeber sollten einerseits noch aktiver über VL aufklären, andererseits sollten aber auch Angestellte aktiv auf ihren Arbeitgeber zugehen, sagt Freitag. "Die freiwillige Übernahme von VL-Zahlungen kann die Attraktivität als Arbeitgeber steigern. Wer nach VL fragt, hat daher gute Chancen, auf offene Ohren zu stoßen." Vermögenswirksame Leistungen lohnen sich: Nach Berechnungen des Fondsverbandes BVI erzielten VL-Fondssparpläne mit deutschen Aktienfonds über die letzte VL-Periode von 2011 bis 2017 eine durchschnittliche Rendite von 6,17 Prozent pro Jahr. (fp)