Er läuft und läuft und läuft. Der HWG-Fonds wurde schon im April 1970 aufgelegt – und ist immer noch am Markt. Doch den offensiven Mischfonds zeichnet eine weitere Besonderheit aus: Er ist Deutschlands erster sogenannter Private-Label-Fonds. Universal-Investment ist zwar Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG) des Portfolios, betreut wird es jedoch von der Heidenheimer Volksbank.

Eine solche Konstruktion, die vor knapp 50 Jahren noch ein echtes Votum war, gibt es heute hundertfach. Möchten unabhängige Vermögensverwalter, selbstständige Anlageberater oder kleine Banken einen Fonds auflegen, greifen sie auf die Dienste einer Service-KVG zurück. Allein der Marktführer Universal-Investment lancierte im vergangenen Jahr 96 Private-Label-Fonds.

Falsche Erwartungen, enttäuschte Hoffnungen
Doch nicht jede Idee geht so gut auf und trägt so lange wie die der Heidenheimer Volksbank. Viele Private-Label-Fonds leiden unter ihrem geringem Volumen, das wegen der nicht zu vernachlässigenden Fixkosten zu einer hohen Kostenbelastung führt, die wiederum die Anleger vergrault – ein Teufelskreis.

Einige Initiatoren müssen nach einigen Jahren aufgeben, weil sie ihr Fondsprojekt mit falschen Erwartungen gestartet hatten oder weil die KVG ihnen nicht die benötigte Unterstützung gewähren konnte. Klar ist, dass die Auflage eines eigenen Fonds und die Auswahl einer Service-KVG eine wohlüberlegte Entscheidung sein sollte. FONDS professionell hat sich bei Vermögensverwaltern, Investmentgesellschaften und Branchenkennern umgehört, worauf Initiatoren dabei achten sollten. Ausgewählte Tipps finden Sie in der Bilderstrecke oben – einfach weiterklicken! (bm)


Der ausführliche Artikel ist in der aktuellen Heftausgabe 2/2018 ab Seite 256 erschienen. Angemeldete FONDS professionell KLUB-Mitglieder können den Beitrag auch hier im E-Magazin abrufen.