Es ist soweit: Die EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) ist seit dem heutigen Freitag, den 25. Mai 2018, "live" und in allen Staaten der Europäischen Union anzuwenden. Zahlreiche Punkte des umfassenden Regelwerks seien jedoch noch unklar, schreibt der AfW – Bundesverband Finanzdienstleistung. Viele Unternehmen seien noch nicht hinreichend aufgestellt. Auch bei Maklerunternehmen sieht der Verband noch Bedarf an fachlicher Unterstützung. Daher hat der AfW eine Standard-Datenschutzerklärung bereitgestellt.

Alles in einem Dokument
Das ist praktisch, denn wer die neuen Anforderungen korrekt umsetzen will, muss seine Datenschutzerklärung – so der bisherige Begriff – an die Vorgaben der DSGVO anpassen. In Zukunft wird zwischen der Datenschutzinformation und der Einwilligung unterschieden.

Mit der Datenschutzinformation kommen Makler ihrer Pflicht nach, Kunden zu erklären, wie mit ihren Daten umgegangen wird. Mit der datenschutzrechtlichen Einwilligungserklärung wird für bestimmte Prozesse und Kategorien von Daten die ausdrückliche Einwilligung des Kunden zur Verarbeitung der Informationen eingeholt. Die Datenschutzinformation und die Einwilligung sind in dem vom AfW gemeinsam mit verschiedenen Maklerpools entwickelten Dokument verknüpft.

Der AfW hatte am 11. April in Hamburg und am 2. Mai in München einen fachlichen Austausch der Maklerpools, die sich der Initiative "Pools für Makler" angeschlossen haben, organisiert. Im Ergebnis war unter anderem das Ziel genannt worden, eine brancheneinheitlichen Datenschutzerklärung zu formulieren. Diese liegt nun vor.

Mehr Fragen als Antworten
Der Verband wünsche sich sehr, dass auch weitere Branchenteilnehmer die Vorlage nutzen werden, erklärt AfW-Vorstand und -Geschäftsführer Norman Wirth. Es sei schon problematisch genug, dass die DSGVO in vielen Punkten mehr Fragen als Antworten aufwerfe. "Da sollte die Branche zumindest bei einem solchen Dokument einheitlich agieren", sagt er.

Die Standard-Datenschutzerklärung kann auf der Website des AfW heruntergeladen werden. (am)