Die Fondsplattform und Direktbank Ebase hat im zweiten Quartal eine unverändert hohe Fondsnachfrage registriert. Die Handelsaktivitäten der Ebase-Kunden, die von Fondsvermittlern und Anlageberatern betreut werden, knüpften zwar nicht ganz an das volumenstarke erste Quartal an, lagen aber deutlich über dem Durchschnitt des Jahres 2016, wie aus dem aktuellen Fondsbarometer des Dienstleisters hervorgeht.

"Ein detaillierter Blick in die Kauf- und Verkaufsstatistiken zeigt, dass weltweit investierende Fonds, Mischfonds und auch Deutschland-Fonds stark gefragt waren, während beispielsweise USA-Fonds deutlich geringere Handelsaktivitäten verzeichneten als 2016", sagt Rudolf Geyer, Sprecher der Geschäftsführung von Ebase. Im Juni sanken die Handelsaktivitäten bei USA-Fonds auf lediglich 47 Prozent des Vorjahresdurchschnitts.

Anhaltende Nachfrage nach ETFs
Der Kaufquotient, welcher Auskunft über das Verhältnis von Mittelzuflüssen zu den Abflüssen gibt, unterstreicht laut der Bank das steigende Interesse an deutschen sowie auch europäischen Anlagen. Der Quotient lag hier bei 1,26 beziehungsweise 1,39: damit lagen die Käufe um 26 oder 39 Prozent höher als die Verkäufe. Dagegen standen Fonds mit Anlageschwerpunkt in Asien und Amerika überwiegend auf der Verkaufsliste. Mit einem Kaufquotienten von 0,61 wurden im Juni um 39 Prozent mehr Anteile an US-Aktienfonds zurückgegeben als neu erworben.

Auch die Nachfrage nach ETFs blieb konstant: die Mittelzuflüsse lagen erneut deutlich über den Abflüssen. Der Kaufquotient notierte im zweiten Quartal bei 1,93, was bedeutet, dass die Kunden im Juni knapp doppelt so viel in ETFs investierten als sie an Beständen auflösten. Im Detail wiesen insbesondere weltweit und am deutschen Markt anlegende ETFs jeweils sehr hohe Kaufquotienten auf: bei Deutschland-ETFs übertrafen die Neukäufe die Verkäufe zwischen April und Juni deutlich (Kaufquotient: 1,93), bei weltweit investierenden ETFs waren die Mittelzuflüsse beinahe dreimal so hoch wie die Abflüsse (Kaufquotient: 2,72). (fp)