Neues IT-Produkt für Banken und Versicherer: Das 2017 gestartete Fintech Banksapi bietet nach eigenen Angaben eine "Versicherungserkennung auf digitaler Basis" an. Das IT-Modul "Insur/Connect" ermögliche es, mit Einsatz von künstlicher Intelligenz aus Kontoumsätzen Versicherungsprodukte zu erkennen und zu klassifizieren. Weiter kann die Software einen volldigitalen Versicherungsordner erstellen. Ermöglicht wird das durch die EU-Richtlinie PSD2: Diese verpflichtet Finanzdienstleister vereinfacht ausgedrückt, Kundendaten mit anderen Gesellschaften zu teilen – sofern der Kunde zustimmt. 

Die Finanzdienstleister können damit nach Angaben des Start-ups, das von dem Fintech-Inkubator Finconomy angestoßen wurde, einen Überblick über die aggregierte Finanzsituation, eingeschlossen der Versicherungen, ihrer Endkunden erhalten. Damit haben sie die Möglichkeit, mögliche Versorgungslücken zu identifizieren und Kunden Produkte anzubieten, die diese Lücke schließen.

Ähnliche Apps schon auf dem Markt
Wirklich neu ist das Konzept nicht. Spezielle Apps und Softwarelösungen, die Versorgungslücken bei  Kunden erkennen können, gibt es für Makler schon länger. Dazu zählt etwa die Treefin-App, die von Finconomy-Chef Reinhard Tahedl einst mitentwickelt wurde.

"Das Thema Bancassurance erhält durch die PSD2 eine ganz neue Dynamik", so Jan Wichmann, Mitgründer von Banksapi. "Wir glauben an die Möglichkeiten, ein finanzielles Blutbild von Endkunden durch Analytics der Kontoumsätze erstellen zu können. Die daraus entstehenden Anwendungsfälle werden Endkunden helfen, in Echtzeit ihr finanzielles Leben zu verbessern. Das persönliche Kundengespräch wird nicht ersetzt, sondern durch digitale Tools ergänzt." (jb)