Der Trend, dass Investoren ihr Geld in alternative Bereiche wie Immobilien, Infrastruktur, Private Equity oder Hedgefonds umschichten, hat im vergangenen Jahr deutlich an Fahrt gewonnen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Beratungsgesellschaft Willis Towers Watson und der Wirtschaftszeitung "Financial Times". Demnach kletterte 2016 das von den 100 größten Spielern im Feld des alternativen Asset Managements verwaltete Vermögen um zehn Prozent auf mehr als vier Billionen US-Dollar. Im Vorjahr hatten die Experten nur einen Zuwachs von drei Prozent notiert.

Die niedrigen Zinsen und die hohen Bewertungen an den Aktienmärkten lassen alternative Anlageklassen immer attraktiver erscheinen. Insbesondere institutionelle Investoren schauen sich daher nach anderen, attraktiveren Renditequellen um. Doch der anschwellende Kapitalfluss in Immobilien, Infrastruktur & Co. hat auch hier die Preise in die Höhe getrieben. Dementsprechend wachsen die Zweifel, dass sich hier noch so üppige Renditen wie in der Vergangenheit erzielen lassen.

Kein anderer Ausweg
Investoren sehen jedoch augenscheinlich keinen anderen Ausweg. Dies treibt sie in die Arme von Akteuren wie Blackstone. Der weltweit größte Anbieter alternativer Anlagen verteidigte seine Spitzenposition. Das Volumen der Immobilien- und Dach-Hedgefonds des Hauses wuchs um mehr als acht Prozent auf 302 Milliarden Dollar. Die Großbank JP Morgan auf Rang zwei steigerte das Volumen in ihren alternativen Produkten um fas neuen Prozent auf 185 Milliarden Dollar. (ert)