Ein Fintech aus Israel möchte Rating-Anbietern wie Morningstar oder Scope Konkurrenz machen. Die Online-Plattform Sharing Alpha bietet Beratern und Fondsselektoren die Möglichkeit, Portfolios – ähnlich wie Reisen auf der Plattform Tripadvisor oder wie Bücher auf Amazon – selber einzuschätzen und dies anderen mitzuteilen. Zudem können sie auch selbst beurteilt werden.

Auf seiner Internetseite erklärt das Start-up, dass Fondsratings in aller Regel auf Performances in der Vergangenheit beruhen. Zwar gebe es Möglichkeiten, die Fonds nach Kriterien wie Kosten, Qualität des Managements oder auch der Größe des Fonds zu benoten. Dieses Vorgehen sei aber zeitaufwändig. Eine Alternative sei, sich das "Wissen der Masse" zunutze zu machen. Das sei genau der Ansatz von Sharing Alpha, wo die Berater nach einem vorgegebenen Prinzip ihre Einstufungen für die Fonds abgeben.

500 Berater geben schon Urteile ab
Bislang haben sich rund 500 Fondsberater aus 32 Ländern auf der Plattform registriert, sagte Sharing-Alpha-Geschäftsführer Oren Kaplan im Gespräch mit FONDS professionell ONLINE. Etwa 60 bis 70 dieser Fondsselektoren kämen aus Deutschland, so Kaplan.

Die Berater bewerten sich indirekt auch selbst: Wer am häufigsten die Qualität eines Fonds richtig und frühzeitig erkennt, rückt entsprechend im Berater-Ranking nach oben. Laut Sharing Alpha können die Finanzprofis aus mehr als 100.000 Fonds wählen. (jb/bm)