Paydirekt, der in der Vergangenheit vielfach in die Kritik geratene Online-Bezahldienst der deutschen Banken und Sparkassen, arbeitet weiter daran, den Vorsprung des übermächtigen Konkurrenten Paypal aufzuholen. Laut Angaben von Henning vorm Walde, dem Geschäftsführer der GIZS – einer Gesellschaft, die das Thema Paydirekt innerhalb der Sparkassen-Finanzgruppe voranbringen soll – plant der Bezahldienst einen Relaunch.

Bei der Überarbeitung des Angebotes soll es auch darum gehen, zukünftig grenzüberschreitende E-Commerce-Lösungen zu ermöglichen. "Zalando oder Mytaxi sind beispielsweise Anbieter, die E-Commerce-Lösungen suchen, die in Europa einheitlich funktionieren. Darauf sollten wir uns vorbereiten, und unser kommender Relaunch wird ein erster Schritt sein“, äußert sich vorm Walde in der Sparkassenzeitung. Die geplanten Neuerungen sollen noch in diesem Herbst vorgestellt werden. 

Bei dem von den deutschen Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken sowie den privaten Banken initiierten Online-Bezahldienst sind derzeit mehr als zwei Millionen Menschen registriert, die Zahl der teilnehmenden Onlineshops soll bei rund 10.000 liegen. Zum Vergleich: Paypal, der weltweit führende Bezahldienst im Internet, hat in Deutschland nach eigenen Angaben rund 20 Millionen aktive Kunden. Vorm Walde leitet die von der Sparkassen-Finanzgruppe zur Beteiligung an Paydirekt gegründete GIZS seit Mai 2018. Er trat die Nachfolge von Frank Schwab an, der das Unternehmen auf eigenen Wunsch verlassen hat. (mh)