Wie ist es um den Euro bestellt? Wie geht es weiter mit dem Finanzplatz Deutschland und der Altersvorsorge und was sind die Auswirkungen, aber auch die Chancen, die mit Entwicklungen wie der Digitalisierung und dem Thema Nachhaltigkeit verbunden sein werden? Das alles sind Fragen, die derzeit speziell auch die Fondsbranche bewegen. Angesichts dieser Vielfalt kann es kaum verwundern, dass auch innerhalb der Fondsbranche der Bedarf hoch ist, Antworten auf diese Fragen zu finden, um zu ergründen, welche Implikationen diese Gemengelage für die Asset-Management-Industrie hat, vor welchen globalen Herausforderungen sie steht und welche Antworten sie darauf finden muss.

Entsprechend groß war das Interesse an einem Austausch mit anderen Experten im Rahmen eines hochkarätig besetzten Events wie der jährlich stattfindenden Asset Management Konferenz des deutschen Fondsverbands BVI, die FONDS professionell auch in diesem Jahr wieder als Medienpartner begleitet hat. Dementsprechend kann es kaum verwundern, dass das Event auch in diesem Jahr erneut einen Besucherrekord vermelden konnte: Über 530 Gäste, allesamt Führungskräfte aus den BVI-Mitgliedsgesellschaften sowie institutionelle Investoren, waren ins Gesellschaftshaus des Palmengartens gekommen, um die Vorträge der Referenten zu verfolgen und die Konferenz zum gemeinsamen Gedankenaustausch zu nutzen.   

Breites Themenspektrum
Eröffnet wurde das Event vom ehemaligen Chef der Euro-Gruppe Jeroen Dijsselbloem. Er skizzierte die Lage der Europäischen Union und was aus seiner Sicht für den Euro getan werden muss. Der Wirtschaftsweise Lars Feld analysierte die verschiedenen Reformszenarien der gesetzlichen Rentenversicherung und sprach sich gegen einen Staatsfonds in der privaten Altersvorsorge aus. Anja Mikus, Chefin des Fonds zur kerntechnischen Entsorgung, erklärte den Nachhaltigkeitsansatz ihres Fonds und weshalb die Missachtung der Kriterien ein Risiko im Portfolio ist. Ein Jahr nach der Wahl zog der ehemalige Herausgeber des "Handelsblatts" und Journalist Gabor Steingart eine schonungslose wie unterhaltsame Bilanz der Regierungsarbeit in Berlin.

Am Nachmittag nahmen Thomas Schäfer, Finanzminister von Hessen, und die Vorsitzende des Finanzausschusses des Bundestags, Bettina Stark-Watzinger, die Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft Deutschlands unter die Lupe. Anschließend gab Regulierungsexperte Marcus Mecklenburg vom BVI einen Crash-Kurs zu PRIIPs, ESA-Reform, Nachhaltigkeit und zum Brexit. Außerdem im Programm: Chancen und Risiken der Digitalisierung für das Asset Management und die Frage, ob Kryptowährungen eine Zukunft haben. (hh)


Impressionen zur Asset Management Konferenz des BVI finden Sie in unserer Fotostrecke oben – einfach weiterklicken!