Die Generation der Millennials legt bei der Geldanlage besonders großen Wert auf Umwelt, Soziales und gute Unternehmensführung. Das zeigt eine aktuelle Studie des Fondsanbieters Schroders. Die sogenannten ESG-Kriterien (Environmental, Social & Corporate Governance) spielen demnach bei Anlageentscheidungen für Investoren zwischen 18 und 35 Jahren eine deutlich größere Rolle als für Anleger anderer Altersgruppen. "Zwar ist die Rendite noch immer der wichtigste Gesichtspunkt. Doch die große Bedeutung, die Endanleger Nachhaltigkeitsfragen einräumen, zeigt, dass man sie als Berater nicht mehr außen vor lassen kann", sagt Achim Küssner, Geschäftsführer von Schroders Deutschland und Österreich.

Millennials sind in Nachhaltigkeitsfragen konsequent: Sie sind eher als ältere Anleger dazu geneigt, Geld aus Unternehmen mit schlechter ESG-Bilanz abzuziehen. Das gilt vor allem für Firmen aus der Waffen- und Rüstungsbranche sowie für Unternehmen mit Beziehungen zu repressiven Regimen. Werden ihre Wünsche erfüllt, sind sie dagegen besonders treu. Und nicht nur sie: Die Studie zeigt, dass Investoren insgesamt ESG-Anlagen im Schnitt mindestens zwei Jahre länger halten als ihre übrigen Investments.

Rendite und ein ruhiges Gewissen
Unter den ESG-Kriterien rangiert der letzte Buchstabe, die Governance, bei Anlegern ganz oben. Im Schnitt finden Investoren weltweit ESG-Themen bei ihren Anlageentscheidungen zwar weniger wichtig als spürbares, langfristiges Wachstum. Die beiden Wünsche schließen einander allerdings nicht aus, sagen Experten. Eine Anlage, die Nachhaltigkeitskriterien berücksichtigt, kann je nach Ausgestaltung ein besonders günstiges Rendite-Risiko-Profil aufweisen. (fp)