Welche enormen Auswirkungen die demografische Entwicklung bereits jetzt auf die deutsche Wirtschaft hat, zeigt eine aktuelle Auswertung der Initiative "7 Jahre länger" auf Basis der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen der Länder für 2015. Vom verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte von knapp 1,76 Billionen Euro entfallen inzwischen rund 330 Milliarden Euro oder 18,7 Prozent auf gesetzliche Alters- und Hinterbliebenenrenten sowie Pensionen.

Den höchsten Wert im Bundesländer-Vergleich weist Sachsen-Anhalt auf. Das Haushaltsnettoeinkommen besteht dort bereits zu 26,6 Prozent aus Renten und Pensionen. Auch in den übrigen ostdeutschen Ländern ist der Anteil überdurchschnittlich hoch – und damit der Einfluss der Älteren auf die regionale Nachfrage nach Dienstleistungen und Produkten. Fast jeder vierte frei verfügbare Euro (24,3 Prozent) in Ostdeutschland – inklusive Berlin – stammt aus dem Topf der gesetzlichen Rente.