Portugal ist ein gutes Beispiel dafür, wie es gelingen kann, eine Krise durch eine Kombination aus strukturellen Reformen und Austerität zu meistern. Im Zuge der Erholung der portugiesischen Wirtschaft haben sich auch die Sorgen um die Schuldentragfähigkeit etwas reduziert. Das ist den Ratingagenturen nicht verborgen geblieben. Bei Standard & Poor's gab es bereits im September die erste Heraufstufung auf "BBB–". Der Markt erwartet, dass bald weitere Agenturen diesem Beispiel folgen werden. Dies hat zu einem deutlichen Rückgang der Risikoaufschläge gegenüber deutschen Bundesanleihen geführt, wie der "Chart of the Week" der Deutschen Asset Management zeigt. Die Kurse der Staatsanleihen zogen an, im Falle der 2026er-Fälligkeiten um 18 Prozent im Verlauf des Jahres. Unter Berücksichtigung der Kuponzahlungen betrug die Wertentwicklung über 20 Prozent. "Nicht schlecht für eine Investition in Staatsanleihen", sagt Holger Kindsgrab, Co-Head Rates bei der Deutschen Asset Management.

*Fälligkeit in 2026
Quellen: Bloomberg Finance L.P., Deutsche Asset Management Investment GmbH; Stand: 13.12.2017