Während das Wachstum in Europa anhält, mehren sich die Anzeichen dafür, dass die britische Wirtschaft ins Stocken gerät. Die Verbraucherstimmung in Europa ist optimistisch, was sich am kräftigen Wachstum bei den Einzelhandelsumsätzen von 3,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr ablesen lässt. Bei den Konsumenten in Großbritannien stehen die Realeinkommen hingegen unter Druck, da die Inflation nach wie vor hoch ist und über dem Lohnwachstum liegt. Das hat die Ausgaben in Großbritannien belastet und einen Rückgang bei den Einzelhandelsumsätzen von 1,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr zur Folge gehabt – ein signifikanter Rückgang gegenüber dem Höchststand von 7,3 Prozent im Jahr 2016. Da der Konsum in beiden Volkswirtschaften ein so wichtiger Impulsgeber für das Bruttoinlandsprodukt ist, schätzen wir das Wachstum in Europa konstruktiver als in Großbritannien ein, wo die Aussichten unsicherer zu sein scheinen, schreiben die Experten von J.P. Morgan Asset Management in ihrem aktuellen "The Weekly Brief". (mb)