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Mehr Unterstützung bei der fachlichen Weiterbildung wünschen sich über 85 Prozent der Versicherungsvermittler von den Produktanbietern. Das ist eines der Resultate einer aktuellen Studie des Maklerversicherers Canada Life, der insgesamt 445 Makler und Mehrfachvertreter zum Thema Service und Vertriebsunterstützung befragt hat. Im Fokus stand die Frage, welche unterstützenden Maßnahmen die Vermittler in ihrem täglichen Arbeitsumfeld benötigen und in welchen Bereichen sie generellen Optimierungsbedarf in der Branche erkennen. Das Ergebnis: Vermittler möchten professioneller und effizienter arbeiten und wünschen sich insbesondere mehr fachlichen Support von den Versicherern.
Breites Informationsangebot gefordert
Neben Weiterbildung und Schulung in versicherungsspezifischen Fachthemen wünschen sich rund 40 Prozent der Teilnehmer auch ein Informationsangebot zu betriebswirtschaftlichen Fragestellungen vom Versicherer. Mit 30 Prozent möchte knapp ein Drittel Hilfestellung, wenn es um die Planung des Auf- und Ausbaus des eigenen Unternehmens geht. Bei allen Fragen waren Mehrfachnennungen möglich. „Aus- und Weiterbildung ist ein Thema, das den Vermittlermarkt in den vergangenen Jahren laufend begleitet hat“, sagt Günther Soboll, Hauptbevollmächtigter der Canada Life für Deutschland. „Hier kommt den Unternehmen auch künftig eine größere Verantwortung zu.“
Auch die Maklerbetreuer sollen fachlich fit sein. Über 80 Prozent der Umfrage-Teilnehmer erwarten von ihnen vor allem Detailauskünfte zu Produkten. Erst danach folgen Informationen zu einer Vorab-Risikoprüfung (mit etwa 65 Prozent) sowie zu neuen Verkaufsansätzen, einem übergeordneten Vorsorgethema oder zur Beitragskalkulation (jeweils rund 45 Prozent). Auskünfte zu Provisionsabrechnungen bleiben mit etwa 20 Prozent weit hinter den anderen Themen zurück.
Verlässliche und fachlich fundierte Informationen suchen Vermittler auch, wenn es um Material für die Kundengespräche geht: Hier kommen den Highlightblättern zu Produkten (63 Prozent) aber auch Medien-Berichten (62 Prozent) besondere Bedeutung zu. Erst danach folgen werbliche Ausdrucke aus Angebots- und Beratungssoftware (mit 46 Prozent) sowie Produktsteckbriefe (41 Prozent) oder Flyer (rund 39 Prozent).
Service: Effizienz und Schnelligkeit entscheiden
Beim Thema Service können Versicherer durch Schnelligkeit und Effizienz punkten. So steht vor Vertragsabschluss eine rasche Policierung bei nahezu allen Vermittlern als wichtigstes Kriterium für den Service eines Anbieters an erster Stelle, über 95 Prozent bewerteten das Kriterium als wichtig bzw. sehr wichtig. Danach erst folgt Organisatorisches wie zum Beispiel der Wunsch nach einer eigenen Service-Abteilung für die Angebotserstellung und telefonische Fachberatung. „Die Zeitersparnis wird zum entscheiden Wettbewerbsfaktor“, so Soboll. Ebenso wird nach Vertragsabschluss die zeitlich angemessene Bearbeitungsdauer von Änderungen als wichtigstes Kriterium betrachtet, 96 Prozent bewerteten sie als wichtig beziehungsweise sehr wichtig. Dies steht noch vor dem Wunsch nach einer regelmäßigen Mitteilung über Vertragsstände der Kunden.
Auch die Kommunikation soll Zeit sparen. Insgesamt 44 Prozent der Vermittler wünschen sich eine stärkere Nutzung der elektronischen Informationswege durch den Versicherer, für über 43 Prozent trifft dies teilweise zu. Das Thema E-Learning ist in diesem Zusammenhang für Vermittler interessant und möglicherweise für viele eine echte Alternative zu Roadshows oder Messebesuchen. Rund 31 Prozent bestätigten dies voll und ganz, weitere 42 Prozent teilweise.
Optimierungspotenziale
Werden Vermittler nach möglichen Verbesserungen gefragt, steht die Optimierung von bestehenden Softwarelösungen für Beratung und Berechnung an erster Stelle (über 90 Prozent bewerteten den Punkt als wichtig beziehungsweise sehr wichtig). Rund drei Viertel sehen bei den Produktschulungen der Anbieter Verbesserungsbedarf, knapp dahinter folgen verbesserte Maßnahmen zur Bestandsbetreuung und zum Makler-Extranet. (rmk)
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