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Private-Equity-Performance-Index CepreX: „Europa auf dem Vormarsch“

18.10.2007

Seit dem Ende des New-Economy-Booms haben Investoren in Europa mit Growth- und Small-Buyouts durchweg höhere Renditen erzielt als in den USA. Die Renditen aus Venture-Capital- und Mezzanine-Investitionen hinkten in Europa zwar mehrere Jahre hinterher – doch haben auch sie mittlerweile das US-Niveau erreicht oder es sogar übertroffen. Dies zeigt der aktuelle Private-Equity-Performance-Index CepreX des Center of Private Equity Research (Cepres)

Seit September 2001 sind die Renditen im Growth/Small-Buyout-Bereich diesseits des Atlantiks höher als in den USA. Der CepreX-Wert für Europa stieg bis Mai 2007 auf 8,96 Punkte, was einer Brutto-Rendite von 29,8 Prozent entspricht, ausgehend von 1999. Damit lag er zweieinhalb Mal so hoch wie in den USA, der auf 3,56 Punkte kommt, was einer Rendite von 16,31 Prozent entspricht.

„In Europa konnten die Private-Equity-Investoren ihre professionellen Strategien in einem vergleichsweise jungen PE-Markt mit teilweise noch ineffizient arbeitenden Unternehmen erfolgreich einsetzen – und so höhere Renditen erzielen“, sagt Daniel Schmidt, Managing Director beim Cepres.

Im Mezzanine-Bereich entwickelten sich die Renditen auf beiden Seiten des Atlantiks bis zum Herbst 2002 nahezu parallel, danach stiegen sie in den USA stärker. Im Frühjahr 2006 jedoch setzten die europäischen Renditen zu einer Aufholjagd an und überholten die USA im November 2006.

Für den Venture-Capital-(VC)-Bereich ergibt die CepreX-Auswertung, dass die Renditen in den USA während der Boomjahre 1999 und 2000 weitaus schwereren Rückschlägen ausgesetzt waren, aber dennoch kontinuierlich über dem europäischen Niveau lagen. Ab Juni 2005 jedoch erzielten VC-Investoren in Europa – bis auf wenige Ausnahmen – durchgängig höhere Returns.

Diese positive Entwicklung führt Schmidt vor allem auf zwei Faktoren zurück: „Der Exit-Markt in Europa hat sich deutlich erholt. Dies hat sich neben dem besseren Börsenumfeld insbesondere an der hohen Zahl erfolgreicher Trade Sales gezeigt.“ Zudem habe sich die Gründerszene in Europa professionalisiert und viele neue Online-Geschäftsmodelle als tragfähig erwiesen. Das habe einer stark ausgedünnten, aber qualitativ gestärkten Gruppe von VC-Investoren profitable Exits ermöglicht.

Vor diesem Hintergrund ist Andreas Wilde, Managing Director bei VCM Capital Management, auch für die Zukunft zuversichtlich: „Gerade weil im Gegensatz zu der Boomzeit in den Jahren 1999 und 2000 kaum Kapital in diesen Sektor fließt, sind VC-Aktivitäten in Europa als antizyklische Investition sehr viel versprechend.“

„Nach dem regelrechten Boom der letzten Jahre ist künftig mit eher sinkenden Renditen bei den großen Buyout-Fonds zu rechnen“, sagt Peter Schwanitz, ebenfalls Managing Director beim Cepres-Gründungspartner VCM Capital Management. „Im Small- und Midcap-Bereich sehen wir dank der geringen Marktreife jedoch weiter gute Renditechancen.“ (ir)

Quelle: FONDS professionell
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