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Die Geschehnisse um den unter Betrugsverdacht geratenen Fondsinitiator Recker spitzen sich weiter zu. Die von Recker in Aussicht gestellte Rückabwicklung des Hotelprojekts ist vorerst gescheitert. Das Landgericht Dortmund erklärte den zu Grunde liegenden Gesellschafterbeschluss für rechtswidrig und damit unwirksam. Ein entsprechender Antrag war zuvor von der auf Kapitalanlagerecht spezialisierten Kanzlei KWAG gestellt worden. Im Sommer dieses Jahres sandte Recker den Anlegern eine Beschlussvorlage, wonach das Hotelprojekt eingestellt und rückabgewickelt werden sollte. Als Hintergrund führte Recker die auf staatliche Stellen in Dubai zurückzuführenden Bauverzögerungen an. Zudem drohte Recker mit einem Totalverlust der Anlegergelder, sollte das bei der Staatsanwaltschaft Dortmund geführte Ermittlungsverfahren auf die Vereinigten Arabischen Emirate ausgeweitet werden.
„Diese Rückabwicklung wäre eine Farce gewesen“, erklärt Rechtsanwalt Dr. Oliver M. Fawzy von der Kanzlei KWAG. „Angesichts der systematischen Informationsverweigerung seitens Reckers war es den Anlegern unmöglich zu durchschauen, worüber sie eigentlich abstimmen.“ Offenbar ging es den Verantwortlichen in erster Linie darum, ihren Kopf aus der Schlinge zu ziehen. So enthielt der Beschluss eine Regelung, wonach die Anleger auf sämtliche Ansprüche gegen die Geschäftsführung, den Treuhänder und die mit Recker verheiratete Mittelverwendungskontrolleurin verzichten sollten. Dies ist durch den Dortmunder Richterspruch nun vereitelt worden.
Selbstverständlich bleibt es Recker unbenommen, einen erneuten Rückabwicklungsbeschluss herbeizuführen. Fawzy: „Dies setzt jedoch eine ausreichende Informationsgrundlage voraus. Bislang sind die wesentlichen Umstände der beabsichtigten Rückabwicklung ungeklärt.“ Das Dortmunder Landgericht legte der Fondsgesellschaft nahe, eine Gesellschafterversammlung einzuberufen. Ob dies tatsächlich fruchtet, ist jedoch mehr als zweifelhaft. Der in Dubai verweilende Fondsinitiator entzieht sich seit Monaten den kritischen Fragen der Anleger. Auch zur Verhandlung vor dem Landgericht Dortmund erschien Recker nicht - entgegen der ausdrücklichen richterlichen Anordnung. Auf besonderes Interesse stieß die Einlassung der Fondsgesellschaft, die vermeintliche Einlage eines karibischen Großinvestors in Höhe von 107,5 Mio. Euro sei zu keinem Zeitpunkt einbezahlt worden. Hierdurch gerät nun auch der Treuhänder des Fonds, Herr Markus Lachs, gehörig unter Druck.
Das Fondsvolumen des Dubai 1000 Hotel-Fonds umfasst laut Verkaufsprospekt rund 142 Millionen Euro. Mindestens die Hälfte musste Recker als Eigenkapital bei Anlegern platzieren. Tatsächlich sind in Deutschland jedoch nur Anteile in Gesamthöhe von etwa 24,8 Mio. Euro gezeichnet worden. Seit Anfang des Jahres ermittelt die Staatsanwaltschaft Dortmund gegen Recker wegen des Verdachts des Anlagebetrugs. KWAG Rechtsanwälte vertreten mittlerweile knapp hundert Anleger des Dubai 1000 Hotel-Fonds. |