Der aktuelle Map-Report vergibt zum zweiten Mal ein Rating für Netto-Tarife bei fondsgebundenen Versicherungspolicen. Die Studie, bei der die Map-Redaktion mit Morningstar kooperierte, analysiert die Unternehmen hinsichtlich ihrer Bilanzstärke, der Service- und Fondsqualität und nimmt das Vertragsangebot unter die Lupe. Das Ergebnis: Eine Gesellschaft erhält die Bestnote "hervorragend", fünf Versicherer die Note "sehr gut".

Inhaltlich unterscheide sich dieses Netto-Fondspolicen-Rating von der Studie über fondsgebundene Bruttotarie vor allem in der Fonds- und Vertragsbewertung. Für beide Bereiche gibt es eigenständige, nur auf den Anbietern von Nettotarifen basierende Bewertungsraster, heißt es in der Pressemitteilung. Unberührt von Änderungen blieben hingegen die Bilanzdaten sowie die Servicekennzahlen. Beide Bereiche umfassen im Rahmen des Unternehmensratings das vollständige Produktangebot der Versicherer. Damit werde bei diesen Daten weder ausschließlich auf fondsgebundene Produkte abgestellt noch auf provisionsbasierte oder Honorarberatung.

Condor landet auf dem ersten Platz
Spitzenreiter mit 75,47 Punkten und einem "mmm" ist Condor. Die Gesellschaft überzeugte laut der Mitteilung sowohl bei den Daten zu Service und Transparenz als auch bei den Fonds- sowie den Vertragskennzahlen. Die Continentale führt das Feld der mit einem "mm" für sehr gute Leistungen bewerteten Unternehmen an und verfehlte die höchste Bewertung nur denkbar knapp. Mit 68,15 Punkten fehlten gerade einmal 1,85 Punkte für die höchste Bewertungsklasse, die ab 70 Punkten vergeben wird.

Neben der Continentalen erzielten mit der LV 1871, Mylife, Neue Bayerische Beamten und Ergo noch vier weitere Versicherer ein sehr gutes Ergebnis. Die Nürnberger verfehlte mit 59,71 Punkte die sehr gute Bewertung nur um Haaresbreite und wurde als einzige der nur sieben bewerteten Gesellschaft mit "m" für gute Leistungen bewertet.

Die Map-Experten begründen die mangelnde Ausbeute bei der Spitzennote damit, dass generell nur sehr gute Anbieter an dem Vergleich teilnehmen: "Dadurch steigen die Werte für die Grenzwertbestimmungen zur Punktvergabe. Hätten uns auch leistungsschwächere Anbieter Daten geliefert, wären die Bewertungsraster breiter, und es hätten im Verhältnis für bessere Kennzahlen mehr Punkte erzielt werden können", heißt es in der Pressemitteilung. (jb)