Zwischen den Jahren 1980 und 2000 geborene Deutsche finden es zwar wichtig, fürs Alter vorzusorgen, haben aber oft andere Prioritäten. Das ergibt eine Studie der Nürnberger Versicherung und des FAZ-Instituts. Demnach machen sich zwar 39,2 Prozent der befragten "Millennials" Sorgen darüber, dass die staatliche Rente nicht ausreichen wird, um ihren Lebensabend zu finanzieren. Gleichzeitig wollen 30,6 Prozent zum jetzigen Zeitpunkt nicht in die Absicherung ihres Ruhestands investieren.

Neben der gesetzlichen Rente vertraut die Generation zwar auf klassische Altersvorsorgeprodukte wie beispielsweise die Lebensversicherung oder die Betriebsrente. Rund 27 Prozent investieren  im aktuellen Niedrigzinsumfeld lieber in renditestärkere Geldanlagen wie Wertpapiere oder Immobilien. Gut 22 Prozent erwarten, dass sie sich über ihr Einkommen auch im Alter selbst finanzieren können und deshalb gar nicht für später vorsorgen müssen.

Resignation und Verdrängung
Grundsätzliche Kritik am Rentensystem ist bei der jungen Generation weit verbreitet, geht aus der Studie hervor. So finden rund 26 Prozent, der Generationenvertrag in seiner jetzigen Form funktioniere nicht mehr – die eigenen Abzüge bei der staatlichen Rente seien bereits aus heutiger Sicht zu hoch. 20,5 Prozent resignieren im Hinblick auf die Altersvorsorge gänzlich. Sie glauben: Die, die nicht vorsorgen, würden am Ende über das Sozialsystem genauso viel Leistung bekommen wie sie selbst.

Immerhin 18,5 Prozent vertrauen darauf, dass bis zu ihrem Ruhestand neue Rentenkonzepte gefunden werden, um sie im Alter abzusichern. 16,5 Prozent denken noch gar nicht an ihre Altersvorsorge, während fast 17 Prozent sich für zu jung halten, um sich mit diesem Thema zu befassen. (fp)