Die Assekurata Assekuranz Rating-Agentur, Köln, hat in ihrer Ratingmethodik eigenen Angaben zufolge eine wesentliche Änderung vorgenommen. Im Unternehmensrating für Lebensversicherer wird die Gewinnbeteiligung künftig nicht mehr als eigenständige Teilqualität geprüft. Die übrigen Ratingverfahren sind von der Änderung nicht betroffen.

Der Grund dafür, die Ratingmethodik zu modifizieren, ist einleuchtend: Das dauerhaft niedrige Zinsniveau belastet die Kapitalausstattung sowie die Ertrags- und Gewinnverwendungslage deutscher Lebensversicherer stark. Die Gewinnbeteiligung habe daher ihre Frühwarnfunktion für die Ertrags- und Sicherheitslage und letztlich für das Ausfallrisiko eines Lebensversicherers verloren, heißt es bei Assekurata.

Auf neue Situation reagiert
Die Ertragsstärke eines Unternehmens und die Resilienz seines Sicherungsvermögens drückten sich nicht mehr unmittelbar in den traditionellen Gewinnbeteiligungsfaktoren aus. Aus diesem Grund hat Assekurata die Methodik des Unternehmensratings für Lebensversicherer an die neue Branchensituation angepasst. Die Teilqualität "Gewinnbeteiligung/Performance“ entfällt.

Der Umstellung ist eine öffentliche Konsultationsphase vorausgegangen. Die Überprüfungsstelle von Assekurata hat den Verfahrensanpassungen am 4. Mai 2017 zugestimmt. Die methodischen und inhaltlichen Details zum neuen Verfahren sind auf den Internetseiten www.assekurata.de unter der Rubrik "Ratings" abrufbar. (am)