Die Allianz hat das Geschäftsjahr 2020 trotz der Auswirkungen der Corona-Pandemie mit einem "robusten" finanziellen Ergebnis abgeschlossen. Der Gesamtumsatz sank um 1,3 Prozent auf 140,5 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis ging um 9,3 Prozent oder 1,1 Milliarden auf 10,8 Milliarden Euro zurück. Hierin seien aber Belastungen durch die Covid-19-Pandemie in Höhe von 1,3 Milliarden Euro enthalten, teilt der Versicherer mit. Im vierten Quartal erholte sich das Geschäft zudem deutlich.

Besonders das Asset Management erwies sich als Stütze: Das gesamte verwaltete Vermögen in diesem Bereich stieg auf eine Rekordhoch von 2,4 Billionen Euro, wie die Gesellschaft mitteilt. Das für Dritte verwaltete Vermögen legte unter dem Strich um 26 Milliarden Euro auf 1,7 Billionen Euro zu. Zu dem Geschäftsbereich zählen Allianz Global Investors sowie die US-Tochter Pimco. 

Pimco sichert Einnahmen 
Der kalifornische Anleihenspezialist steigerte die Gebühreneinnahmen um 5,7 Prozent auf 5,4 Milliarden Euro. Die stärker auf erfolgsabhängige Gebühren ausgerichtete Allianz Global Investors erlitt hingegen Einnahmeneinbußen um fünf Prozent auf 1,8 Milliarden Euro. Für das gesamte Asset Management kletterte das operative Ergebnis um 5,5 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro. "Infolgedessen sank das Aufwand-Ertrag-Verhältnis im Jahr 2020 im Vergleich zu 2019 um 1,1 Prozentpunkte auf 61,2 Prozent", heißt es in der Mitteilung. Das ist ein im Branchenvergleich guter Wert. Bereinigt um Wechselkurseffekte stieg das operative Ergebnis um 7,3 Prozent.

Hieran hatte die Entwicklung im vierten Quartal einen großen Anteil. Das für Dritte verwaltete Vermögen stieg im Vergleich zum Ende des dritten Quartals 2020 um 42 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis legte wegen des Nettowachstums bei den Beständen um 14,2 Prozent auf 857 Millionen Euro zu.


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Höhere Schadenzahlungen 
Im Kerngeschäft Versicherungen sind auf die Allianz in den ersten drei Quartalen wegen der Pandemie 900 Millionen Euro an Schadenzahlungen zugekommen. Ein beträchtlicher Teil davon entfiel auf Entschädigungen für ausgefallene Veranstaltungen.

Die Allianz hat auch Zahlungen in nicht genannter Höhe an Inhaber von Betriebsschließungsversicherungen geleistet, auch wenn der Konzern Kunden in vielen Fällen nicht entschädigen wollte und daher in Rechtsstreitigkeiten verwickelt war. (jb/ert)