FONDS professionell Deutschland, Ausgabe 4/2014
46 www.fondsprofessionell.de | 4/2014 QUiRin BanK Quirin Bank steht auf der Kostenbremse Die Quirin Bank nähert sich ihrem Ziel, auch in der Honorarberatung profitabel zu arbeiten. Nach Steuern erwirtschaftete Quirin im ersten Halbjahr ein Ergebnis von knapp einer Million Euro und damit erstmals ein positives Ergebnis ohne Sondereffekte. Der wichtigste Gewinn- bringer des Berliner Instituts ist aber nach wie vor die „Unternehmerbank“. So heißt die Investmentbank-Einheit, die unter anderem Mittelständler bei Kapitalmarkttransaktionen begleitet. Dieses Geschäft hilft, denAufbau der Honorarberatung zu finanzieren, die sich – eine Segmentberichterstattung lag nicht vor – un- term Strich noch nicht rechnen dürfte. Die Kos- ten müssen also weiter runter. So wird der ein- zige hauseigene Publikumsfonds, der Quirin Bank Multi Asset Fonds UI, zum 30. April kommenden Jahres mangels Volumen liqui- diert. Zudem stehen noch in diesem Jahr Stand- ortschließungen auf der Agenda. Bislang ist Quirin an 14 Standorten in Deutschland ver- treten. Die Möglichkeit einer Filialschließung hat Schmidt im August im Gespräch mit FONDS professionell ONLINE angedeutet. Noch im November wurde die als Berliner Effektenbank geführte Niederlassung in Berlin verkauft. Neuer Eigentümer des Hauses, das sich in der deutschen Hauptstadt auf die Be- treuung von sehr vermögenden Kunden spe- zialisiert hat, ist die Tradegate Wertpapierhan- delsbank. Einen Zusammenhang mit der Ende September angekündigten und gestarteten Offensive zur Kostenreduktion im Geschäfts- bereich Honorarberatung gibt es nicht, wie eine Banksprecherin betont. „Wir wollen uns künftig bundesweit noch stärker auf unsere Honorarberatungsmarke Quirin Bank und die Onlinemarke Quirion konzentrieren“, begründet Quirin-Vorstands- chef Karl Matthäus Schmidt den Verkauf der Niederlassung. Diese passe nicht mehr zur Marketing- und Markenstrategie des Bank. In der Honorarberatung betreute Quirin Ende Juni ein Kundenvermögen von rund 2,7 Mil- liarden Euro. Das Depotvolumen konnte im ersten Halbjahr um 190 Millionen Euro ge- steigert werden, teilte das Institut mit. Tel.: 0800/080 40 10 E-Mail: info@quirinbank.de EZB Europäische Zentralbank siedelt Derzeit werden rund 20.000 Kisten aus drei Gebäuden in der Frankfurter Innenstadt in das Frankfurter Ostend gebracht: in die neue Zen- trale der Europäischen Zentralbank. Das Ge- bäude wurde vom Wiener Architektenbüro Coop Himmelb(l)au entworfen und besteht aus zwei 165 und 185 Meter hohen gläsernen Türmen. Die denkmalgeschützte ehemalige Großmarkthalle wird in den Bau integriert. Die Kosten werden aktuell auf 1,2 Milliarden Euro geschätzt. Die neue Zentrale der obers- ten Währungshüter bietet 2.900 Mitarbeitern Platz, die noch im November die neuen Ar- beitsplätze in Beschlag nehmen können – auch Marion Draghi soll sein Büro im 40. Stockwerk in den kommenden Wochen bezie- hen. Eine Eröffnungsfeier soll aber erst nach dem Jahreswechsel stattfinden. www.ecb.europa.eu Foto: © Vontobel AM, Schroder Property, Schroders, Edmond de Rothschild Gruppe, Scope, EZB Die neue Zentrale der Europäischen Zentralbank besteht aus zwei 165 beziehungsweise 185 Meter hohen Glastürmen sowie einer alten, denkmalgeschützten Markthalle, die in das Gebäude integriert wurde. Der Entwurf stammt vom Wiener Architektenbüro Coop Himmelb(l)au. Finanzprofis in Bewegung (Die aktuellsten News täglich auf www.fondsprofessionell.de) Hervé Hanoune, Vontobel Asset Management Hervé Hanoune hat Amundi Asset Management verlassen und wechselte zu Vontobel Asset Management. Bei Amundi arbei- tete er im Global-Aggregate- Bond-Team, wo er Lead Manager des Amundi Bond Global Ag- gregate war. Ihm folgte in dieser Funktion der Amundi-CIO Lau- rent Crosnier nach. Chris Ludlam, Schroder Property Neuer Head of Real Estate Capi- tal von Schroder Property ist Chris Ludlam. In dieser neu ge- schaffenen Position wird er für die Kapitalbeschaffung verant- wortlich sein und das Neuge- schäft weiter vorantreiben. Dafür bringt Ludlam mehr als 20 Jahre Erfahrung im Beteiligungsma- nagement mit. Stephen Hunnisett, Schroders Stephen Hunnisett verstärkt das Fixed-Income-Credit-Research- Team von Schroders. Als EMEA- Credit-Analyst konzentriert er sich auf die Analyse von euro- päischen Anleihen. Der Versi- cherungsexperte kommt von BlackRock, wo er als Head of European Financials Fundamen- tal Credit Research gearbeitet hat. Maximilian Wolters, Edmond de Rothschild Gruppe Seit August ist Maximilian Wolters als Head of Wealth Management Deutschland und Österreich bei der Edmond de Rothschild Gruppe beschäftigt. In dieser Funktion leitet er den Geschäftsbereich Vermögens- verwaltung innerhalb des Private Merchant Bankings. Wolters wechselte von Sal. Oppenheim. Torsten Hinrichs, Scope Die Berliner Ratingagentur Scope hat ihre Führungsebene mit Tors- ten Hinrichs ausgebaut. Er wird zukünftig als Chief Executive Officer den Vorstand der Scope Ratings AG verstärken. Hinrichs ist seit fast 30 Jahren in der Fi- nanzbranche aktiv und war bis Januar langjähriger Deutschland- chef von Standard & Poor’s. news & products I banken
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