FONDS professionell Deutschland, Ausgabe 4/2021

Überzeugt nachhaltig Der Versicherungsmakler Andreas Wietholz ist ein Kind der Friedensbewegung. Seine Einstellung hat er auch im Beruf nicht aufgegeben. Im Gegenteil – und er ist damit auch erfolgreich. N achhaltigkeit ist heute in aller Munde. Asset Manager und Versicherungs- gesellschaften überbieten sich darin, neue Anlageprodukte zu kreieren oder bestehen- de umzuwandeln, sodass diese Umwelt-, soziale und Governance-Aspekte (englisch: ESG) berücksichtigen. Auch immer mehr Vermittler set- zen auf solche Angebote. Nachhaltigkeit ist aber nichts Neues. Der Hamburger Mak- ler Andreas Wietholz hat sich dem Thema schon vor 30 Jahren verschrieben: Der Ge- schäftsführer der Maklerfirma Framtid berät und betreut seine Kunden im Sinne der Nachhaltigkeit – mit Erfolg, wie er betont. Sein Weg ins Finanzdienst- leistungs- und Maklergewer- be war nicht vorgezeichnet. Wietholz, Jahrgang 1955, ist Diplom-Pädagoge. In den 1970er- und Anfang der 1980er-Jahre arbeitete er in diesem Bereich, er leitete unter anderem einen Abenteuerspielplatz.Die Initialzün- dung zur Maklerei kam durch seinen Schwager. Dieser war Anfang der 1980er- Jahre in der Lehrerausbildung, dem Refe- rendariat. Damals standen die Vermittler von privaten Krankenversicherungen oft vor den Türen der Unterrichtsräume am Lehrerseminar und wollten Policen verkau- fen: „Wir haben die Angebote selbst über- prüft – ich habe ein Faible für solche Dinge“, erzählt Wietholz. „Die Ergebnisse haben wir den anderen Lehramtsanwär- tern dann zur Verfügung gestellt und für Abschlüsse auch Provisionen von den Ver- sicherern erhalten, die wir mit allen geteilt haben.“Daraus entstand eine Geschäftsidee: Sie stellten sich fortan selbst vor die Türen und boten ihre Analysen an. Das mündete schließlich, nachdem die nötigen Qualifika- tionen erworben waren, in einen Vollzeit- job als Makler. 1988 wurde die Wietholz + Partner Versicherungsmakler GmbH ge- gründet, die später in Framtid umbenannt wurde. Framtid ist das schwedische Wort für Zukunft. Friedensbewegung In den Anfangsjahren hat Wietholz, der aus der Friedens- und Anti-Atomkraft- Bewegung der 1970er-Jahre kommt, Nach- haltigkeitsaspekte bei seiner Tätigkeit hint- angestellt: „Wir mussten zunächst das Ge- schäft aufbauen und haben uns zudem auf die für Kunden wirklich wichtigen Absi- cherungen wie Haftpflichtpolicen konzen- triert“, erinnert er sich.Nachdem er sich eta- bliert und das Angebot auf Lebens- policen ausgeweitet hatte, stellte sich Wietholz die Frage, wie die Kundengelder in den Vorsorgeproduk- ten nachhaltig ange- legt werden können: „Darunter verste- hen wir Invest- ments in Bereiche, die den Menschen für die Zukunft weiterhelfen – also etwa Bildung, Wohnprojekte und regenerative Ener- » Unser Erfolg beruht in ers- ter Linie auf Weiteremp- fehlungen durch be- stehende Kunden. « Andreas Wietholz, Framtid FONDS & VERSICHERUNG Andreas Wietholz | Framtid 278 fondsprofessionell.de 4/2021 FOTO: © CHRISTOPH BÖRRIES

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