FONDS professionell Deutschland, Ausgabe 4/2025

fondsgebundenen Vermögensverwaltung mehr als verdoppeln auf fast 474Millionen Euro. Die BfV – Bank für Vermögen aus dem BCA-Konzern meldet ein Plus von 170 auf 600 Millionen Euro im Fonds-VV- Segment, die DFP Deutsche Finanz Port- folioverwaltung (JDC) eine Steigerung von mehr als 65 auf 817Millionen Euro. In den individuellen Mandaten der DFP steckten zuletzt 502 Millionen Euro, 50 Millionen Euro mehr als imHerbst 2024. Weiter steigerte die Netfonds-Tochter NFS Hamburger Vermögen das Volumen in der Fonds-VV ummehr als 200 Millio- nen Euro auf knapp 1,3 Milliarden Euro, bei den individuellen Strategien ging es sogar um mehr als 400 Millionen auf rund 1,9 Milliarden Euro nach oben. Die Reuss Private Bank konnte bei der Fonds- VV auf 665 Millionen Euro zulegen, vor einem Jahr waren es noch 540 Millionen Euro. Bei den kundenindividuellen Man- daten beträgt der Anstieg satte 155 Millio- nen auf 755 Millionen Euro. Das Inno Haftungsdach macht keine Angaben zum Volumen. „Wir konnten das Volumen in allen drei Bereichen – Fonds-VV, standardisierte Vermögensver- waltungen und individuelle Mandate – mehr als verdreifachen“, sagt Inno-Invest- Geschäftsführer Stefan Schmitt. „Wir haben zwar noch keine Volumina wie der Branchenführer, aber wir arbeiten stetig daran, uns dem anzunähern.“ Nachfrage von Beratern Verantwortlich für den Anstieg beim verwalteten Vermögen ist neben der posi- tiven Kursentwicklung an den Finanz- märkten in erster Linie das zunehmende Interesse der Berater. „Ein Grund für das gestiegene Volumen ist die höhere Anzahl der angebundenen Advisors, die aktiv Ver- mögensverwaltungsstrategien einsetzen. Zudem erweitern bestehende Advisors ihr Angebot durch die Einführung neuer Strategien“, formuliert es Marc Haegert, Leiter Asset Management bei der BfV. Effiziente Prozesse ,PPHU PHKU %HUDWHU VHKHQ RȬHQEDU GLH Vorteile der Vermögensverwaltung, die es ihnen erlauben, ihre Arbeits- und Verwal- tungsprozesse zu vereinfachen. „White- /DEHO 6WUDWHJLHQ ljQGHQ YRU DOOHP EHL 9HU- mittlern Anklang, die ihre Arbeitsweise professionalisieren und ihren Fokus wie- der stärker auf die Kundenbindung legen PĆFKWHQ 6LH SURljWLHUHQ YRQ ZHQLJHU Bürokratie und administrativemAufwand, wodurch mehr Zeit für eine dienstleis- tungsorientierte Betreuung bleibt“, erläu- tert Henneberger. So muss bei einer Ver- mögensverwaltung nur einmal anfangs der gesamte Beratungs- und Abschlusspro- zess durchlaufen werden (lesen Sie zu den juristischen Details zum Abschluss einer White-Lable-VV auch FONDS professio- nell 1/2025, Seite 410). Spätere Umschich- tungen des Depots kann der Berater dann mit wenigen Klicks veranlassen, statt wie bei einem Fondsdepot ohne VV-Mandat mit viel Dokumentationsaufwand ver- schiedene Transaktionen zu empfehlen. Das ermöglicht auch eine schnellere Reak- tion auf Marktturbulenzen. Nebenbei: Der Aspekt, mit den Ein- nahmen aus einer Vermögensverwaltung unabhängiger von Provisionszahlungen zu werden, wurde nicht als Treiber für den VV-Boom genannt. Vielleicht wird das erneut aktuell, wenn der Regulierer doch wieder mit einem Provisionsverbot liebäugelt. Für den Moment scheint ein solches Szenario abgewendet zu sein: Bei den derzeit laufenden Trilogverhandlun- gen zur Kleinanlegerstrategie der EU- Kommission spielt ein Zuwendungsverbot keine Rolle. JENS BREDENBALS FP White-Label-VV: Aktiv oder passiv? Finanzberater sindsichweitgehend einig, warum sie auf eine White- Label-VV setzen – nicht aber, wie sie die Strategien umsetzen. Die DFP beobachtet einen zunehmen- den Einsatz von aktiven ETFs. NFS berichtet von einem Trend hin zu mehr ETFs, wenngleich überwiegend aktive Fonds eingesetzt würden. Bei den Beratern von Wealthkonzept liegt der Fokus auf eher offen- siv ausgerichteten Strategien mit einem hohen Anteil aktiv gemanagter Fonds. Die BfV erkennt keinen einheitli- chen Trend – auch sehr konserva- tive Strategienwürden aktuell eine gute Nachfrage erfahren. Reuss Private zufolge nutzendieBerater mehr undmehr die von der Fonds- net-Gruppe selbst kuratierte „Alpha Selection“- Palette, eine Auswahl kostengünstiger Anteils- klassen bewährter aktiv gemanagter Fonds (siehe FONDS professionell 1/2025, Seite 296). ive Aktiv Zwei Seiten mit Tabellen zum Artikel finden Sie auf den nächsten Seiten. « 270 fondsprofessionell.de 4/2025 VERTRIEB & PRAXIS Fondsvermögensverwaltung FOTO: © REUSS PRIVATE BANK FÜR WERTPAPIERHANDEL » White-Label-Lösungen sind längst kein Nischen- angebot mehr, sondern ein effizientes Instrument für moderne, kunden- orientierte Vermittler. « Markus Henneberger, Reuss Private

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