FONDS professionell Deutschland, Ausgabe 4/2025
jemand das Unternehmen verlässt, kann das Auswirkungen auf den Vertrieb haben. EinNachteil imVergleichzuETFs? Wir stellen unsere Fondsmanager bewusst in den Fokus. Kunden schätzen, dass sie nahbar sind – sie treten auf Veranstaltun- gen auf, gehen mit auf Roadshows und teilen ihre Einschätzungen direkt mit unseren Kunden. Das unterscheidet uns, gerade im deutschsprachigen Raum. Es ist auch das Menschliche, das für uns zum Geschäft dazugehört. Wir betrachten diese Sichtbarkeit als Stärke, und davon werden wir auch nicht abrücken. Wenn wir Nach- folgeregelungen angehen müssen, tun wir das mit einem langen Atem und sorgen für Planbarkeit, sodass unsere Partner nicht überrascht werden. Natürlich gibt es auch unerwarteteWechsel, wenn einMitarbeiter das Unternehmen verlässt. Allerdings wer- den unsere Produkte in einem etablierten Teamansatz gemanagt, sodass Kontinuität stets gewährleistet ist. Auch der Bereich Alternatives wurde als strategischesWachstumsfeldausgewiesen. DiesesFeldwächst jedochkaum.Warum? ,Q GLHVHP 6HJPHQW EHljQGHQ ZLU XQV in einer herausfordernden Phase des =\NOXV 'LH ]ZLVFKHQ]HLWOLFK KRKH ,QijD- tion und das Zinsumfeld machten Teile des Geschäfts schwieriger. Umso wichti- ger war es, eigene Akzente zu setzen und Fokusthemen voranzutreiben, etwa im Bereich Infrastructure Equity, mit dem wir extrem zufrieden sind. Anfang des Jahres haben wir zudem die Private-Cre- dit-Partnerschaft mit der Deutschen Bank bekannt gegeben. Es gibt somit auch hier durchaus Wachstumsfelder. Ein Bereich, der ebenfalls gelitten hat, war Multi-Asset. Lange Zeit galt dieses Segment als Verkaufsschlager, 2022 brach das Geschäft dann ein … Wir halten den Vertriebsfokus weiterhin auf Multi-Asset, auch weil wir enorme Bestände in diesem Bereich haben. Für uns ist das ein Produktfeld, in dem wir uns sehr stark mit unserem CIO-View LGHQWLlj]LHUHQ XQG LQVRIHUQ LVW XQVHU Fokus auf das Thema ungebrochen. Es gibt auch weiterhin Vertriebspartner, bei denen Multi-Asset-Produkte sehr gut funktionieren. Insofern planen wir keine Änderung unserer Vertriebsstrategie rund umMulti-Asset-Produkte. DeutschlandistIhrgrößterMarktmitAssets von rund 458Milliarden Euro. Welche Rolle spielt der Heimatmarkt künftig – auch mit BlickaufMargenundWachstum? Deutschland ist und bleibt unser Anker. Die Marke ist stark, die Kundennähe hoch, die Margen sind solide. Gleichzeitig liegt hier enormes Potenzial: Nur etwa 20 Prozent der Deutschen besitzen ein Depot. International ist die Quote viel höher. Da haben wir erheblichen Nach- holbedarf. Weiteres Potenzial für uns sehe ich aber auch in der Tatsache, dass viele internationale Investoren sich in Rich- WXQJ (XURSD GLYHUVLlj]LHUHQ $OV LQ (XURSD ansässiger Asset Manager mit globaler Reichweite sind wir gut positioniert. Hier wollen wir als „Gateway to Europe“ die erste Adresse für internationale Investoren VHLQ ZHQQ .DSLWDO LQ GLH 5HJLRQ ijLHĕW » Deutschland ist und bleibt unser Anker. Die Marke ist stark, die Kundennähe hoch, die Margen sind solide. « Dirk Görgen, DWS fondsprofessionell.de 4/2025 309 FOTO: © MARLENE FRÖHLICH FÜR FONDS PROFESSIONELL
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