FONDS professionell Deutschland, Ausgabe 4/2025

Einstieg in den ETF-Markt abgewartet haben.“ Diese Entwicklung stelle einen „bedeutenden Wachstumsschub“ für das ETF-Geschäft dar, zeigt sich der State- Street-Mann überzeugt. Auch abseits der großen internationa- len Spieler wagen sich Dienstleister auf das Terrain. Die Luxemburger Kapitalver- waltungsgesellschaft (KVG) Axxion etwa lancierte den ETF von Frank Fischers Boutique Shareholder Value Management. Axxion gründete zudem eine eigene 6SDUWH GLH DOV $;; (7) ljUPLHUW 8QWHU diesem Markennamen werde „eine zen- WUDOH 3ODWWIRUP IĞU GLH $XijDJH PDĕ- JHVFKQHLGHUWHU (7)Vĺ JHVFKDȬHQ KHLĕW es aus Luxemburg. Diese soll nicht nur aktive, sondern auch indexgebundene ETFs umfassen. Die Deutsche-Bank-Toch- ter DWS, die mit Xtrackers eine eigene ETF-Marke unterhält, brachte wiederum börsengehandelte Fonds für DJE Kapital und das Start-up Scalable auf den Markt. Umgang lernen Zudem kündigte die Hamburger Gesellschaft Hansainvest an, bei ETFs mitmischen zu wollen. Das Haus habe vor der Frage gestanden, ob es eine Chance YHUSDVVW ZHQQ HV NHLQH (7)V DXijHJW berichtet Geschäftsführer Jörg Stotz. „Wir kamen zu dem Ergebnis, dass es ein Fehler wäre, wenn wir das Feld nicht betreten“, sagt Stotz. „Gene- rell sind ETFs keine Blase, die irgendwann platzt.“ Vielmehr handle es sich um einen Trend, der auch in Zukunft bestehen bleibe „und mit dem die Bran- che umgehen muss“, argumen- tiert der Manager. Neben den guten Perspek- tiven auf dem ETF-Markt kamen noch Anfragen der Fondspartner hinzu. Das alles gab schließlich den Ausschlag für den Einstieg. Hansainvest beschränkt sich jedoch auf aktive ETFs. „Als Service-KVG für aktive Asset Mana- JHU HUĆȬQHW VLFK XQV EHL SDVVLYHQ (7)V sicherlich kein Zugang“, argumentiert Stotz. Der Markt für Index-ETFs sei unter den großen Häusern verteilt. Die hohe Skalierung bei geringen Margen mache es neuen Interessenten schwer, einen Ein- VWLHJ ]X ljQGHQ 'LH +DPEXUJHU ZROOHQ ]XGHP LQ 'HXWVFKODQG (7)V DXijHJHQ Als größtes ETF-Domizil Europas hat sich Irland etabliert – mit deutlichemAbstand YRU /X[HPEXUJ VLHKH *UDljN Im Startblock Schließlich steht eine weitere Service- gesellschaft in den Startlöchern: IP Con- cept. Zusammen mit den Fondsinitia- WRUHQ SUĞIH GDV +DXV ĽHUJHEQLVRȬHQĺ welches Vehikel „im besten Interesse des anvisierten Anlegerkreises“ liege. „Kristal- lisiert sich in der Konzeptionierungsphase heraus, dass ein ETF das geeignete Mit- tel zum Zweck darstellt, setzen wir dies natürlich gern um“, teilte das Haus auf Anfrage von FONDS professionell mit. Es befänden sich mehrere Projekte in der Anbahnung respektive kurz vor der Auf- lage, ergänzte die Luxemburger Tochter der genossenschaftlichen DZ-Bank. Zudem stand bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe die Hauck & Aufhäuser Fund Services Group in den Startlöchern, und zwar mit einer ETF-Anteilsklasse des geldmarktnahen Fonds eNova Active Core. Dahinter steht der ehemalige Rentenchef von Flossbach von Storch Wil- helm Wildschütz mit seiner Boutique Active Core Asset Management. Wildschütz hat bis Juli 2025 bei Lampe Asset Management gearbeitet, sich dann aber mit einem Team VHOEVWVWÌQGLJ JHPDFKW 8QL- versal Investment wiederum ließ eine Anfrage zu etwaigen Plänen unbeantwortet. Doch in zahlreichen Führungseta- gen dürfte der ETF-Markt genau unter Beobachtung stehen. SEBASTIAN ERTINGER FP » ETFs sind keine Blase, die irgendwann platzt. Vielmehr handelt es sich um einen Trend, der bestehen bleibt. « Jörg Stotz, Hansainvest 350 fondsprofessionell.de 4/2025 SPEZIAL | AKTIVE ETFS Servicegesellschaften FOTO: © CHRISTIAN MAI PHOTOGRAPHY | HANSAINVEST Kleine Insel groß im Geschäft Europas größte ETF-Domizile Während bei herkömmlichen Publikumsfonds Luxemburg das größte Domizil ist, liegt bei ETFs Irland klar vorn. Quelle:LSEGLipper|perEndeDezember2024 0 200 400 600 800 1.000 1.200 1.400 Übrige Frankreich Schweiz Deutschland Luxemburg Irland Europäisches ETF-Volumen nach Domizil 371 Mrd. Euro 66 Mrd. Euro 50 Mrd. Euro 46 Mrd. Euro 12 Mrd. Euro 1.538 Mrd. Euro Mrd. Euro

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