FONDS professionell Deutschland, Ausgabe 4/2025

Vermögen ist im Wealth Management schon eine Einheit entstanden. Auch bei den Publikumsfonds und Spezialmanda- ten werden künftig nicht mehr die Einzel- marken im Vordergrund stehen, sondern die Dachmarke Laiqon Asset Manage- ment, unter der verschiedene Kompetenz- teams tätig sind – sei es die frühere SPSW hier in Hamburg, MFI Asset Management LQ0ĞQFKHQ RGHU GDV HKHPDOLJH 0DLQljUVW Team in Frankfurt. Dieses Team mit sei- ner Expertise für globale Growth-Aktien passt hervorragend zu uns, weil uns diese Kompetenz bislang gefehlt hat. Hinzu kommt, dass die neuen Kollegen sowohl Publikumsfonds als auch Spezialmandate managen, was sich mit unserer bisherigen Ausrichtung deckt. Dennoch erstaunt es, dass Sie gewisser- maßen einen Asset Manager der alten Schulezugekaufthaben.DasgrößteWachs- tum versprechen Sie sich schließlich vom „DigitalWealth“-Kanal. Es stimmt, dass Digital Wealth am stärks- ten wachsen wird. Aber von welchem Niveau aus? Das absolute Volumen der Publikumsfonds und Spezialmandate liegt um ein Vielfaches höher – branchenweit, aber auch bei uns. Wir möchten beideWel- ten bedienen und auch in beiden wachsen. Ich würde das Fondsmanagement nicht vorschnell abschreiben. Digital Wealth ist sexy, da geht es auch um Trends wie KI und ETFs. Bis wir in diesem Segment den gleichen Deckungsbeitrag erzielen wie mit dem klassischen Geschäft, werden jedoch noch einige Jahre vergehen. Unsere Gui- dance sieht vor, dass das verwaltete Vermö- gen im „Digital Wealth“-Bereich 2028 etwa auf dem gleichen Niveau liegen wird wie im Asset Management. Doch allein die $VVHWV GHV IUĞKHUHQ 0DLQljUVW7HDPV VLQG in den ersten beiden Monaten bei Laiqon um rund 200 Millionen Euro gewachsen. Das zeigt, dass durchaus noch Geld in die ĽDOWH :HOWĺ ijLHĕW ł YRUDXVJHVHW]W PDQ ELH- tet spezialisierte Produkte und eine gute Performance. Vor rund einem Jahr startete Ihre Koope- ration mit Union Investment. Den jüngs- ten Geschäftszahlen per Ende September zufolgehabenbislangetwa1.250Kundender Volks-undRaiffeisenbankenrund250Millio- nenEurobeiIhneninvestiert.Entsprichtdas IhrenErwartungen? Zur Hauptversammlung im August haben wir noch von 1.000 Kunden und 200 Millionen Euro berichtet. Das zeigt, dass die Kooperationen mit der genossen- schaftlichen Finanzgruppe kontinuierlich vorankommen. Natürlich wäre bei uns niemand traurig, wenn die Zahlen noch schneller steigen würden. Aber man muss akzeptieren, dass es Zeit braucht, bis in einer Bank ein neues Produkt in der Ver- mögensverwaltung eingeführt ist. Sind denn schon alleGenossenschaftsban- ken angebunden? Das wären deutschland- weitmehr als600 Institute. Nein, das ist auch nicht das Ziel. Unser 3URGXNW NRPPW QXU IĞU 9RONV XQG 5DLȬ- HLVHQEDQNHQ DE HLQHU JHZLVVHQ *UĆĕH infrage. Die Anbindung neuer Institute kommt gut voran. Ich denke, dass bis Jahresende mit gut 100 Genossenschafts- banken Verträge abgeschlossen und die Berater geschult wurden. Die Kooperation mit Union Investment soll alsBlaupausefürweitereWhite-Label-Part- nerschaftendienen.SinddennweitereDeals dieserGrößenordnung inSicht? Wir führen konkrete Gespräche, und ich bin fest davon überzeugt, weitere White- Label-Partner gewinnen zu können. Einen Zeitpunkt kann ich Ihnen aber noch nicht nennen. DieRessourcen, einweiteresProdukt inder Größenordnung der „Wertanlage“ zu stem- men, hättenSie? Ja. Die erste Kooperation war noch mit einiger Handarbeit verbunden, weil wir den Code unseres LAIC Advisor an die Wünsche von Union Investment anpas- » Mittlerweile nimmt uns in der Branche jeder ernst. « Achim Plate, Laiqon VERTRIEB & PRAXIS Achim Plate | Laiqon 378 fondsprofessionell.de 4/2025 FOTO: © CHRISTOPH HEMMERICH FÜR FONDS PROFESSIONELL

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