FONDS professionell Deutschland, Ausgabe 4/2025
ESMA-REPORT UCITS-Fonds zahlen hohe Provisionen Die europäische Wertpapieraufsicht ESMAnimmt dieKostenvonUCITS- und Alternativen Investmentfonds (AIFs) kritisch unter die Lupe. Neben den Aufwendungen für die Asset Manager schaut die Behörde in ihrem aktuellen „Report on Total Costs of Investing in UCITS and AIFs“ auf die Vertriebsaufwendungen, die aus den Fonds gezahlt werden. Der Stu- die zufolge entfallen europaweit imSchnitt über alle Fondskategorien, Vertriebskanäle und Investoren hinweg rund 0,5 Prozent des investierenKapitals oder 48 Prozent der Gesamtkosten eines UCITS-Fonds auf die Aufwendungen für den Vertrieb. Der aller- größte Teil davon wiederum sind Provisio- nen. Die Vertriebskosten und damit der Anteil von Provisionen sind bei AIFs mit 27 Prozent niedriger. Mit Blick auf die Ver- WULHEVNDQÌOH YRQ8&,76 )RQGV GLȬHUHQ]LHUW die ESMA zwischen Banken, unabhängi- gen Beratern (IFAs), Neobrokern, Digital- SODWWIRUPHQ XQG ,QYHVWPHQWljUPHQ DOVR Unternehmen, die nicht zu den anderen vier Gruppen zählen. Insbesondere die Pro- visionen für UCITS-Fonds, die Investment- ljUPHQ EHNRPPHQ VLQG GHU 6WXGLH ]XIROJH hoch: Hier entfallen 49 Prozent der laufen- den Kosten auf Provisionen. Bei Banken sind es 45 Prozent, bei Neobrokern und anderen Plattformen 42 Prozent. Die Pro- visionen für AIFs betragen im Schnitt nur 34 Prozent der laufenden Kosten, geht aus der Erhebung hervor. FP UMFRAGE Deutsche entdecken den Kapitalmarkt Immermehr Deutsche entdecken ihr Inter- esse am Kapitalmarkt. Das ist eines der Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage der Postbank unter mehr als 2.000 volljäh- rigen Bundesbürgern. Der Analyse zufolge investieren 34 Prozent der Befragten in Aktien oder Fonds – das ist ein Zuwachs von sieben Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr (27 Prozent). „Die Zahl der Wertpapieranleger nimmt seit Jahren konti- nuierlich zu“, erklärt Ulrich Stephan, Chef- anlagestratege der Postbank. Treiber seien vor allem börsengehandelte Indexfonds (ETFs). Tatsächlich ist der Anstieg von ETFs rasant. Ihr Anteil an der Wertpapieranlage ist binnen zwei Jahren von 13 auf 21 Pro- zent gestiegen. Auch Einzelaktien erfreuen sich wachsender Beliebtheit (2023: elf Pro- zent; 2025: 15 Prozent). Gleichzeitig verwah- ren immer weniger Menschen Bargeld zu Hause – aktuell sind es nur noch zehn Pro- zent (2023: 15 Prozent). FP Sitz der ESMA in Paris: Die Behörde hat die Kosten von UCITS- und Alternativen Investmentfonds (AIFs) in einem kürzlich veröffentlichten Report ins Visier genommen. NEWS & PRODUCTS Investmentfonds 38 fondsprofessionell.de 4/2025 GROSSES FOTO: © BALINT PORNECZI | BLOOMBERG | ADOBE.STOCK.COM /// | (UNTEN V. L. N. R.): © STATE STREET, WYDLER ASSET MANAGEMENT, FV FRANKFURTER VERMÖGEN, FV FRANKFURTER VERMÖGEN, UNIVERSAL-INVESTMENT-GRUPPE Finanzprofis in Bewegung ››› Die aktuellsten News täglich auf fondsprofessionell.de Sven Eggers ist neuer Deutschland-Länderchef von State Street . Er über- nimmt die Position zusätz- lich zu seiner Rolle alsHead of PrivateMarkets EMEA. Er verfügt über mehr als 23 Jahre Branchenerfahrung. Walter Mittermüller ist seit Anfang Oktober neuer Geschäftsführer des Augs- burger Vermögensverwal- ters Wydler Asset Ma- nagement . Erwird imPort- foliomanagementundinder Kundenbetreuung tätigsein. Thomas Roth startete bei der FV Frankfurter Ver- mögen als neuer Direk- tor im Private Banking. Er kommt von der Commerz- bank, bei der er seit März 2009 in verschiedenen Po- sitionen gearbeitet hat. Die Universal-Investment- Gruppe eröffnet ein Büro in Singapur, das von Björn Beck geleitet werden wird. Er bringt langjährige Erfah- rung in der APAC-Region und im Immobiliensektor mit. Dirk Schaper ist bei der FV Frankfurter Vermögen als Direktor im Privatkunden- geschäftaktiv.Schaper ver- fügt über 35 Jahre Berufs- erfahrung in unterschiedli- chen Bereichen des Wert- papiergeschäfts.
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