FONDS professionell Deutschland, Ausgabe 4/2025
sen mussten. Jetzt haben wir ein Inter- face ergänzt, über das sich neue Pro- dukte gewissermaßen per Schieberegler designen lassen. Dort kann ein White- Label-Kunde beispielsweise einstellen, in welcher Spanne sich die Aktienquote für ein Depot einer bestimmten Risiko- klasse bewegen darf, ohne dass wir damit Programmieraufwand hätten. Über diese 2EHUijÌFKH ODVVHQ VLFK DXFK $QZHQ- dungen wie Onboarding-Strecken oder Reportings auswählen. Außerdem funk- tioniert das Interface nicht nur für Fonds- vermögensverwaltungen, sondern auch für Einzeldepots oder Fonds. Darüber haben wir übrigens auch unseren geplan- WHQ $, (7) NRQljJXULHUW IhrenETF? Wir werden im ersten Quartal 2026 zusammen mit einem der größten ETF- Anbieter Europas einen aktiven ETF lan- cieren, der von unserem LAIC Advisor gesteuert wird. Als Basis soll der MSCI Europe Screened Index dienen, der knapp 400 Titel umfasst. Diese Aktien kann die ., GDQQ LQQHUKDOE HLQHV GHljQLHUWHQ 5DK- mens anders gewichten als der MSCI. Der Tracking Error wird bei 2,5 bis fünf Prozent liegen. Diese Abweichung vom Index ist nötig, weil wir der KI etwas Luft geben müssen. Unser Ziel lautet nämlich, langfristig eine Outperformance von zwei Prozent pro Jahr zu erreichen. PlanenSieschonweitereETFs? Ja, es bieten sich ähnliche Produkte auf den US- oder den globalen Aktienmarkt an. Vielleicht wird auch Asien ein Thema. Damit kann ein Anleger dann seine eigene regionale Asset-Allokation vorneh- men. Jetzt wird das Feld der KI-gesteuer- ten aktiven ETFs bestellt – da möchten wir vorn dabei sein. Den LAIC Advisor hat Laiqon selbst pro- grammiert. Dennoch kommen bei Ihnen im Haus weitere KI-Modelle zum Einsatz. Warum? Wir haben die zwölf bekanntesten Large Language Models auf der DAP-Plattform integriert, weil wir dazu in der Lage sein möchten, generative KI in allen Unter- nehmensbereichen zu nutzen. Wenn bei- spielsweise ein Fondsmanager einen Pro- zess, den er bislang händisch vorgenom- men hat, durch KI ersetzt haben möchte, können die Kollegen ihm das bauen. Das ist eine echte Unterstützung im Arbeits- alltag. Eine weitere Anwendung sind die individualisierten Quartalsberichte für die „Wertanlage“-Portfolios, die wir mit KI-Hilfe generieren. Warumbrauchtesdazuzwölfverschiedene Sprachmodelle? Das eine schreibt den Bericht, die anderen überwachen das Ergebnis. So möchten wir KI-Halluzinationen ausschließen. Da haben wir uns über die Jahre schon eine breite Kompetenz aufgebaut. Ich denke, mittlerweile nimmt uns in der Branche jeder ernst, weil wir KI nicht nur als Buzzword auf Powerpoint-Folien schrei- ben, sondern die Ankündigungen auch umsetzen. Im kommenden Jahr muss es uns gelingen, die geleistete Aufbauarbeit auch vertrieblich noch stärker zu nutzen. Das führt vielleicht zurück zu Ihrer Aus- gangsfrage: Wir tragen immer noch den Stempel „Asset Manager“ auf der Stirn, der ja auch nicht verkehrt ist. Viele Inves- toren fragen sich deshalb jedoch vielleicht, warum wir zehn Milliarden Euro ver- ZDOWHQ DEHU LPPHU QRFK QLFKW SURljWDEHO sind. Dass wir daneben auch ein Tech- Unternehmen mit KI-Expertise sind, geht gern unter. VielenDank für dasGespräch. BERND MIKOSCH FP KURZ-V I TA : Achim Plate AchimPlate ist seit 2020 Vorstandschef von Laiqon. Zuvor hatte der Diplom-Ingenieur schonmehrere Firmen gegründet und aufgebaut, darunter den Dienstleistungs- konzern D+S Europe und die Investmentboutique SPSW. » Jetzt wird das Feld der KI-gesteuerten aktiven ETFs bestellt. Da wollen wir vorn dabei sein. « Achim Plate, Laiqon VERTRIEB & PRAXIS Achim Plate | Laiqon 380 fondsprofessionell.de 4/2025 FOTO: © CHRISTOPH HEMMERICH FÜR FONDS PROFESSIONELL
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