FONDS professionell Deutschland, Ausgabe 4/2025

Die Sparkasse Hilden-Ratingen-Velbert kann mit ihren haus- eigenen Mandatslösungen offensichtlich im Geschäft mit vermö- genden Kunden punkten. Vorstandsmitglied Beate Händeler und Private-Banking-Chef Matthias Gotschika über die Hintergründe. D ie Düsseldorfer Königsallee, an der sich die Niederlassungen der füh- renden Privatbanken aufreihen, ist keine halbe Autostunde von Ratingens Zentrum HQWIHUQW 'RUW EHljQGHW VLFK HLQH GHU GUHL +DXSWljOLDOHQ GHU 6SDUNDVVH +LOGHQ 5DWLQ- gen-Velbert, von der aus das Institut sein Private Banking betreibt. Die starke Kon- kurrenz in der Nachbarstadt scheint den (UIROJ GLHVHU 6SDUWH QLFKW ]X EUHPVHQ zeigt das Gespräch mit Beate Händeler und Matthias Gotschika, die das Geschäft mit vermögenden Kunden auf Vorstands- respektive Direktionsebene verantworten. FrauHändeler,IhrInstitutentstanddurchdie FusiondreierSparkassenimJahr2003,trägt abernachwievordreiStädteimNamen.Gibt esimmernochein„TeamHilden“,ein„Team Ratingen“ undein „TeamVelbert“? Beate Händeler: Nein, denn wir sind in den vergangenen Jahren sehr gut zusam- mengewachsen. Der Zusammenschluss XQVHUHU GUHL 6SDUNDVVHQ ZDU VHLQHU]HLW HLQH %HVRQGHUKHLW ZHLO HV GLH HUVWH Ľ6SUXQJ- fusion“ in der Region war – die drei Geschäftsgebiete hatten keine gemein- VDPHQ 6WDGWJUHQ]HQ +LQ]X NDPHQ GLH Unterschiede mit Blick auf die Mentalität der Mitarbeiter und Kunden: Velbert liegt im Bergischen Land, die Ratinger und Hildener sind typische Rheinländer. Von %HJLQQ DQ ZDU GDV =LHO HLQH 6SDUNDVVH mit gemeinsamen Werten zu entwickeln. Daran haben wir in den vergangenen Jah- ren intensiv gearbeitet und so eine fami- OLÌUH .XOWXU JHVFKDȬHQ GemessenanderBilanzsummevon4,2Mil- liarden Euro Ende 2024 liegt Ihr Institut auf Platz 123 von insgesamt 348 Sparkassen, also imsolidenMittelfeld. Ist dasHausgroß genug, umauf Dauer alleinzubestehen? Händeler: Ja, denn wir sind eine starke 6SDUNDVVH (LQH ZHLWHUH )XVLRQ LVW LP Moment nicht denkbar. Im Kreis Mett- PDQQ VLQG ZLU GLH JUĆĕWH YRQ YLHU 6SDU- kassen, und alle vier Häuser sind kernge- sund. Wir haben eine starke Eigenkapital- basis, eine gute Ertragslage und beschäf- tigen fast 600 Mitarbeiter. Das erlaubt es uns beispielsweise auch, die zahlreichen Vorgaben der Aufsicht zu erfüllen, die für kleinere Institute zunehmend zur Heraus- forderung werden. Was das Private Banking Ihres Hauses angeht, sindmireinigeBesonderheitenauf- gefallen. Eine davon ist sicherlich, dass Sie eine eigene Vermögensverwaltung anbie- ten, was für eine Sparkasse dieser Größe keineSelbstverständlichkeit ist. Händeler: Das stimmt. Wir haben unser Private Banking 2008 gegründet und in diesem Zuge auch eine individuelle Ver- mögensverwaltung eingeführt. 2014 kam ein weiteres Modell hinzu, die „Aktive Depotbetreuung“. Unser Private Ban- king entwickelt sich sehr gut, wir ver- zeichnen ein stetiges Wachstum beim Kundenbestand und können mit unserer Performance überzeugen. Wir dürfen mit Blick auf die unmittelbare Nachbarschaft wirklich von uns behaupten, dass wir im Wettbewerb mit den Privatbanken am 6WDQGRUW 'ĞVVHOGRUI EHVWHQV SRVLWLRQLHUW sind. Von diesen möchten wir uns mit einem nahbaren Private Banking und der 360-Grad-Beratung abgrenzen. Unser 6ORJDQ ODXWHW Ľ'LH SHUVĆQOLFKVWH $UW GHU Kundenbetreuung“. Das sagen wir nicht nur, das leben wir auch. Matthias Gotschika: Die eigene Vermö- gensverwaltung ist wirklich eine Beson- GHUKHLW VLH ljQGHW DEHU DXFK EHVRQGHUHQ „Grenzen uns mit nahbarem Private Banking ab“ » Unsere Portfolio- manager sitzen nicht in einem Tower in Frankfurt, sondern sind greifbar. « Matthias Gotschika, Sparkasse Hilden-Ratingen-Velbert BANK & FONDS Sparkasse Hilden-Ratingen-Velbert | Beate Händeler + Matthias Gotschika 410 fondsprofessionell.de 4/2025 FOTO: © STEPHAN WIELAND FÜR FONDS PROFESSIONELL

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