FONDS professionell Deutschland, Ausgabe 4/2025

Anklang bei unseren Kunden. Sie wissen zu schätzen, dass die Portfoliomanager zum Private-Banking-Team gehören. Sie sitzen nicht in einem Tower in Frankfurt, sondern sind greifbar, sie kommen mit in die Kundengespräche und können auch Detailfragen zum Depot direkt beant- worten. DerAufwand, dermit einereigenenVermö- gensverwaltungverbundenist,istallerdings nicht zuunterschätzen. Gotschika: Absolut richtig. Wir haben in den vergangenen Jahren immer wieder durchaus kritisch hinterfragt, ob wir die- ses Angebot aufrechterhalten können und wollen. Aber egal ob Vorstand, Vertriebs- team, Compliance oder Revision – alle ste- hen hinter dem Konzept. Hinzu kommt, dass wir glücklicherweise immer wieder JXWH 1DFKZXFKVNUÌIWH ljQGHQ 6R LVW GLH Assistenzstelle im Portfoliomanagement zu einem Sprungbrett und zu einer Art Kaderschmiede im Haus geworden. Händeler: In den vergangenen Jahren haben sich viele Institute aus dem Spar- kassenlager von der eigenen Vermögens- verwaltung verabschiedet, nicht nur vor dem Hintergrund der regulatorischen Vorgaben, sondern auch wegen der Per- sonalengpässe. Das ist bei uns zumGlück kein Thema. Viele andere Sparkassen greifen auf Ver- mögensverwaltungenausderFinanzgruppe zurück, etwa von der Deka oder der Frank- furterBankgesellschaft. Händeler: Wenn ein Kunde das wünschen würde, wäre eine solche Ventillösung auch für uns eine Option. Ich bleibe da aber bewusst imKonjunktiv, denn bislang gibt es mit Blick auf die Vermögensverwaltung kaum Bedarf an einer intensiven Zusam- menarbeit. Wie groß ist denn das verwaltete Vermö- genaktuell? Gotschika: Das Mandatsgeschäft – darun- ter fassen wir die individuelle Vermö- gensverwaltung und die aktive Depot- betreuung zusammen – umfasst per Ende September ein Wertpapiervermögen von rund 380 Millionen Euro, nach gut 320 Millionen Ende 2024. Der Großteil des Zuwachses, rund 47 Millionen Euro, ent- IÌOOW DXI 0LWWHO]XijĞVVH DXV QHXHQ 0DQ- daten und Aufstockungen. Wir konnten in den ersten drei Quartalen dieses Jah- res bereits deutlich mehr neue Mandate gewinnen als im gesamten Vorjahr. Ins- gesamt entscheiden sich mehr als zwei Drittel unserer Private-Banking-Kunden für eine Mandatslösung – das ist eine im Sparkassenvergleich sehr hohe Quote. Wiekann ichmirdieArbeitsteilung in Ihrem TeamzwischenKundenbetreuernundPort- foliomanagernvorstellen? Gotschika: Die sechs Beraterinnen und %HUDWHU DOOHVDPW ]HUWLlj]LHUWH )LQDQFLDO Consultants der Sparkassen-Finanzgrup- pe, agieren gewissermaßen wie Key Account Manager. Sie führen die Strate- giegespräche mit den Kunden und beglei- ten sie ganzheitlich, also nicht nur im Anlagegeschäft, sondern auch mit Blick auf Vermögensnachfolge oder Immobi- lien. Wenn die Kunden im Wertpapier- bereich eine Mandatslösung wünschen, kommen die sechs Kolleginnen und Kol- legen aus dem Portfoliomanagement ins Spiel. Drei von ihnen arbeiten in der indi- viduellen Vermögensverwaltung, drei in der aktiven Depotbetreuung. » Unser Wertpapier- geschäft ist der zweit- größte Provisions- treiber nach dem Girogeschäft. Das trifft nicht auf viele Sparkassen zu. « Beate Händeler, Sparkasse Hilden- Ratingen-Velbert fondsprofessionell.de 4/2025 411 FOTO: © STEPHAN WIELAND FÜR FONDS PROFESSIONELL

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