FONDS professionell Deutschland, Ausgabe 4/2025

Hauck Aufhäuser Lampe können Kun- den digitale Währungen beziehen. Glei- ches gilt für die Deutsche Bank, M.M. Warburg, die Quirin Privatbank und die Fürstlich Castell’sche Bank, die Kunden aber Zugang zu börsengehandelten Index- produkten (ETPs) auf Kryptowährungen ermöglichen. Das Bankhaus Bauer bietet als Alternative einen hauseigenen Fonds an, der auch in Kryptowerte investieren kann. Einige weitere Institute wie Apo- bank, Berenberg, BNP Paribas, Fürst Fug- ger Privatbank, Hypovereinsbank und Oddo BHF äußerten sich nicht. Startschuss 2026 'DJHJHQ VLQG GLH 9RONV XQG 5DLȬHLVHQ banken Vorreiter. Schon vor drei Jahren hatte der Bundesverband der Deutschen 9RONVEDQNHQ XQG 5DLȬHLVHQEDQNHQ (BVR) seinen rund 670 Mitgliedern frei- gestellt, ob sie Kunden Kryptowährun- gen zur Verfügung stellen, was etwa die Volksbank Kurpfalz oder die Volks- EDQN 5DLȬHLVHQEDQN %D\HUQ 0LWWH WDWHQ Bereits damals kündigte der Verband an, die technischen Voraussetzungen für den +DQGHO ]X VFKDȬHQ %DOG LVW HV VR ZHLW Der Startschuss für die von der DZ Bank und dem genossenschaftlichen IT-Dienst- leister Atruvia gemeinsammit der Börse Stuttgart entwickelte Handelslösung „Mein Krypto“ soll Anfang 2026 fallen. Darü- ber können Kunden Bitcoin, Ethereum, Litecoin und Car- dano kaufen und verkaufen. Auch über Sparkassen wer- den Kunden in absehbarer Zukunft digitale Währungen beziehen können. Noch vor drei Jahren empfahl der Deut- sche Sparkassen- und Giro- YHUEDQG '6*9 GHQ ĆȬHQW- lich-rechtlichen Instituten, vom Kryptohandel abzuse- hen – wenngleich sich mit der Kreissparkasse Ostalb und der Kreissparkasse Verden zwei Abweichler fanden (siehe auch FONDS professionell 3/2022, Seite 392). In diesem Sommer erklärte der DSGV dann aber, die Spar- kassen-Finanzgruppe werde „einen verläss- lichen Zugang zu einem regulierten Kryp- WRDQJHERW VFKDȬHQĺ $OV 6WDUWWHUPLQ GDIĞU wird aktuell der Sommer 2026 genannt. Neue Wettbewerber Alles zu kryptisch für die anderen Geld- institute? Experten verneinen das – aber YRQ YRUQ Ľ'LH (QWVFKHLGXQJ HLQHU %DQN ob sie Kunden den direkten Handel mit digitalen Währungen im Rahmen von Finanzkommissionsgeschäften anbietet, hängt von ihrem Geschäftsmodell ab“, erklärt Schmeing. „Wenn ein Institut auf ein Full-Service-Angebot setzt, dann muss es den Kunden konsequenterweise auch Zugang zu Kryptowährungen verschaf- fen.“ Wichtig dabei sei immer, welchen Druck die Bank verspüre, Kryptowährun- gen anbieten zu müssen, ergänzt Burkl. „Das hängt stark von der Kundenstruktur ab und wie hoch das Neugeschäfts- bezie- hungsweise Abwanderungspotenzial ist.“ Nun ermöglichen schon seit einiger Zeit mehrere Neobroker und Neoban- ken, die speziell Jüngere ansprechen, nicht nur den Handel mit digitalen Währun- gen, sondern auch mit Aktien und ETFs. Dazu zählen Trade Republic, Scalable Capital, Smartbroker, Justtrade, Traders Place und Finanzen.net Zero. „Diese Neo- broker erreichen gemessen an der Zahl der Depots in Deutschland mittlerweile einenMarktanteil von fast 20 Prozent“, berich- tet Burkl über eine Analyse von Oliver Wyman aus dem Januar 2025. Bei den unter 30-Jährigen liege der Marktan- teil nochmals höher. „Sie sind zu einer großen Konkurrenz geworden“, betont er. Hinzu kommen Kryptoplattformen wie Bitpanda, die zunehmend ins Wertpapiergeschäft vorsto- ßen, und Neobanken wie N26 oder Bunq, die Kunden ein immer umfassenderes Ange- bot unterbreiten. „Ein sehr wichtiges Motiv für die Spar- 418 fondsprofessionell.de 4/2025 BANK & FONDS Kryptowährungen FOTO: © MAGNUS BURKL | OLIVER WYMAN Steiler Anstieg Wertentwicklung des Bitcoin Der Bitcoin-Kurs hat sich seit demJahr 2022 zwischenzeitlich verfünf- facht. Zuletzt gab es wieder eine leichte Korrektur. Quelle:Bloomberg 0 20.000 40.000 60.000 80.000 100.000 120.000 2025 I 2024 I 2023 I 2022 I 2021 I ’20 Euro Preis eines Bitcoin in Euro » Einige große Banken- und Finanzgruppen schaffen mit ihren Kryptoangeboten Fakten. « Magnus Burkl, Oliver Wyman

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