FONDS professionell Deutschland, Ausgabe 3/2025

Genau analysiert Wie sieht ein typisches Vermögensverwalterdepot aus? Welche Fonds sind dort zu finden? Und was änderte sich über die Jahre? Eine Auswertung der Portfolios bei der V-Bank gibt Aufschluss. D as Depot muss zum Anleger passen, nicht umgekehrt. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Wohl jeder Bank- berater behauptet von sich, für seine Kun- den ein jeweils passgenaues Portfolio zu konstruieren. Ob das in der Praxis immer gelebt wird? Fraglich. Wer wirklich indi- viduell betreut werden möchte, ist bei einemunabhängigen Vermögensverwalter in vielen Fällen wahrscheinlich besser auf- JHKREHQ 'LHVH )LQDQ]SURljV YHUVSUHFKHQ Handarbeit statt Massenabfertigung, vor allem aber agieren sie unabhängig von Konzernvorgaben. Darum erscheint die Studie, die die V-Bank regelmäßig beim Institut für Ver- mögensaufbau (IVA) beauftragt, auf den ersten Blick schräg: Das Team um IVA- Vorstand Andreas Ritter analysiert die Depots der Bank nach unterschiedlichsten Aspekten wie Assetklassen, Währungen, Performancedaten oder Anlageproduk- ten – und zwar auf aggregierter Ebene. Die Individualität, für die sich die Vermö- gensverwalter gern stark machen, bleibt da natürlich auf der Strecke. Dennoch ist die Untersuchung von großem Wert, schließlich erlaubt gerade die Summe all dieser Einzelteile Rückschlüsse auf Trends an den Finanzmärkten, die Positionierung gut betuchter Privatanleger und wichtige Produktpartner der Vermögensverwalter. So kann sie anderen Wealth Managern und Anlageberatern dabei helfen, ihre eigenen Kundendepots gewissermaßen mit demMarkt abzugleichen. Die IVA-Auswertung darf durchaus als repräsentativ gelten: Sie umfasst 52.898 Depots von 169 unabhängigen Vermö- gensverwaltern, die ihr Geschäft über die V-Bank abwickeln, Deutschlands größten Dienstleister in diesem Segment. Auf den folgenden Seiten hat FONDS professio- nell ausgewählte Ergebnisse der Studie JUDljVFK DXIEHUHLWHW 0LW GHP ,QVWLWXW IĞU Vermögensaufbau arbeitet übrigens nicht nur die V-Bank regelmäßig zusammen, sondern auch die Redaktion: Der jedes Jahr von FONDS professionell ausgelobte DEUTSCHE FONDSPREIS basiert eben- falls auf einer IVA-Studie (siehe Seite 360). Aktien vor Renten Die Analyse der V-Bank-Depots zeigt, dass Aktien Ende 2025 im gleichgewich- teten Schnitt 55,5 Prozent eines typischen Vermögensverwalterdepots ausmachten. Renten kamen auf 24,1 Prozent, Gold und DQGHUH 5RKVWRȬH DXI YLHU 3UR]HQW 'HU 5HVW entfällt imWesentlichen auf Liquidität. Bei den Währungen sticht im Gesamt- portfolio der Euro hervor, er liegt mit 51,9 Prozent klar vor dem US-Dollar mit 33,6 Prozent. Schaut man nur auf den Renten- anteil, dominiert die Gemeinschaftswäh- rung mit 85,2 Prozent noch deutlicher. Der wesentliche Grund hierfür dürfte sein, dass die Vermögensverwalter mit Unter demMikroskop lässt sich vieles erkennen, was auf den ersten Blick verborgen bleibt. Das Institut für Vermögensaufbau untersuchte die V-Bank-Depots genau –wenn auch amPC und nicht imLabor. Untersucht wurden 52.898 Depots von 169 unabhängigen Vermögens- verwaltern bei der V-Bank. Quelle: InstitutfürVermögensaufbau 126 fondsprofessionell.de 1/2026 MARKT & STRATEGIE Depotauswertung FOTO: © STOCKPHOTOPRO | STOCK.ADOBE.COM

RkJQdWJsaXNoZXIy ODI5NTI=