FONDS professionell Deutschland, Ausgabe 1/2026

in Richtung hochkonzentrierter Stock- picking-Fonds abzudriften. BeimStichwort Faktororientierung:Warum setzt Invesco gerade bei aktiven ETFs so starkauf seinequantitativeExpertise? Wir wären schlecht beraten, diese Exper- tise hier in Frankfurt nicht zu nutzen. Invesco gehört weltweit zu den größten ETF-Anbietern, wir haben seit vielen Jah- ren ein umfangreiches passives Geschäft, DEHU (7)V PĞVVHQ QLFKW ]ZDQJVOÌXljJ passiv sein. Die Kombination aus aktiver ETF-Hülle und systematischem, faktor- orientiertem Ansatz ist aus unserer Sicht ein sehr schlüssiger Weg, Mehrwert über GHQ UHLQHQ ,QGH[ KLQDXV ]X VFKDȬHQ Viele Berater fragen sich allerdings, ob Quants wirklich so viel mehr können als klassischeFondsmanager. Auch quantitative Ansätze sind kein Ora- kel, aber sie sind extrem diszipliniert. :LU DUEHLWHQ PLW NODU GHljQLHUWHQ VWDWLV - tisch überprüften Faktoren wie Bewer- tung, Qualität oder Momentum und wenden diese Regeln konsistent auf ein breites Anlageuniversum an. Der Vorteil liegt darin, dass das Modell nicht müde wird, keinen Stimmungsschwankungen unterliegt und sich nicht in jede Mode- trend-Story verliebt. Es bewertet jeden Titel nach den immer gleichen Kriterien. In der ETF-Welt wird mittlerweile zwi- schen transparenten, semitransparenten undnahezuintransparentenKonstruktionen unterschieden. Wo würden Sie Ihre aktiven ETFs indiesemDreiklangeinordnen? Gar nicht, denn ich würde für unsere Art zu investieren eine vierte Kategorie nennen, die ich als „megatransparent“ bezeichne. Anleger haben bei unseren Produkten nicht nur einen permanenten Einblick in deren Zusammensetzung, DXFK GHUHQ 5HJHOQ VLQG JODVNODU GHljQLHUW und Abweichungen vom Index bewegen sich in vorher fest kommunizierten Band- breiten. Wir bauen bewusst kein Black- box-Produkt, sondern eine Struktur, in der Berater ihren Kunden klar erklären können, welche Faktor-Exposures sie kau- fen und wie sich das Portfolio gegenüber demMarkt verhält. Welche Faktoren stehen bei Ihnen im Mit- telpunkt–undwieerklärenSiedieseeinem Berater, der keineQuant-Ausbildunghat? Im Kern arbeiten wir mit drei großen Säulen: Bewertung, Qualität undMomen- tum. Bewertung heißt vereinfacht: Wir bevorzugen Aktien, bei denen Ertrags- kraft und Preis in einem attraktiven Ver- hältnis stehen. Qualität umfasst unter anderem die Bilanzstärke, Ertragsstabili- WÌW XQG 3URljWDELOLWÌW HLQHV 8QWHUQHKPHQV Momentum schließlich beschreibt die Tendenz, dass Aktien mit einem positiven Trend diesen oft eine Zeit lang fortsetzen. Diese Faktoren sind in der akademischen Literatur gut dokumentiert und lassen sich empirisch als Treiber von Risiko und Rendite nachweisen. Kritiker wenden ein, dass solche Modelle zwarinderRückschaufunktionieren–Stich- wort Overfitting –, aber in der Zukunft ver- sagenkönnen.WasentgegnenSie? » Ein aktiver ETF erlaubt uns, einen systematischen Ansatz mit klar definierten Regeln in einer Struktur umzusetzen, die für sehr unterschiedliche Anlegergruppen zugänglich ist. « Manuela von Ditfurth, Invesco fondsprofessionell.de 1/2026 151 FOTO: © CHRISTOPH HEMMERICH FÜR FONDS PROFESSIONELL

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