FONDS professionell Deutschland, Ausgabe 1/2026

begründen sie, dass Institutionelle derzeit eher Liquidität als neue Investitionen suchen würden – und sich ein unter Druck geratendes Überangebot ein Ventil bei Privatanlegern suche. Den Vorwurf, dass Produkte, die Institutionelle man- gels Qualität abgelehnt haben, dem brei- ten Publikum von der Resterampe aus angeboten werden, will allerdings kaum jemand so scharf formulieren. Den Verdacht, dass weniger attraktive Assets in Fonds für den Retailmarkt landen, hat es aber schon immer gegeben, wenn Anbieter Fonds sowohl für institutionelle als auch IĞU SULYDWH $QOHJHU DXijHJWHQ Als Patrizia vor zehn Jahren DQljQJ 3URGXNWH DXFK IĞU Privatanleger anzubieten, sah VLFK :HEHU KÌXljJ PLW GHP Misstrauen konfrontiert, es ginge ihm darum, Käufer für weniger hochwertige Assets zu ljQGHQ (U PHLQW DEHU GDVV GDV erste Investment seines aktu- HOOHQ ,QIUDVWUXNWXU (/7,) HLQ gutes Gegenbeispiel sei, „denn hier investiert der Privatanlegerfonds gemeinsam mit einem institutionellen Fonds von Patrizia“. Interessenkonflikte Wenn Privatanleger und Institutionelle, möglicherweise auch über verschieden strukturierte Fonds, in dieselben Assets LQYHVWLHUHQ ODVVHQ VLFK ,QWHUHVVHQNRQijLNWH vermeiden, die durch die Allokation ver- schiedener Assets in Fonds, die unter- schiedliche Anlegergruppen adressieren, entstehen könnten. Benjamin Alt, Head of *OREDO 3ULYDWH (TXLW\ 3RUWIROLRV EHL 6FKUR - ders Capital: „Bei uns sind alle Vehikel – unabhängig davon, ob sie institutionellen oder privaten Anlegern dienen – grund- sätzlich für jede geprüfte Investition qua- OLlj]LHUW 9RU $EVFKOXVV HLQHU ,QYHVWLWLRQ legen die Vehikel auf Basis der verfügba- ren Investorengelder und der bestehen- den Portfoliostruktur ihr Beteiligungs- volumen fest.“ Das Portfolio des Glo- EDO 3ULYDWH (TXLW\ (/7,) IĞUV 3XEOLNXP XQG GLH DQGHUHU 3ULYDWH (TXLW\ )RQGV IĞU LQVWLWXWLRQHOOH $QOHJHU YRQ 6FKURGHUV würden sich zu mehr als 95 Prozent über- VFKQHLGHQ Ľ'LH IĞU (/7,)V JHOWHQGHQ 7UDQVSDUHQ]UHJHOQ VWHOOHQ VLFKHU GDVV EHL Privatanlegern dieselben Maßstäbe an die Performance angelegt werden wie bei institutionellen Inves- toren“, ergänzt Alt. Wer erkennbar Privatanle- ger mit Investments geringe- rer Qualität abspeist, geht ein erhebliches Reputations- risiko ein, das sich zudem mit der Breite der angespro- chenen Anlegerschaft verviel- facht. „Patrizia hat ungefähr 500 institutionelle und über 7.000 private Investoren; deren Vertrauen setzt man nicht aufs 6SLHOĺ VDJW :HEHU Ľ$XĕHUGHP unterliegt jede deutsche KVG GHU $XIVLFKW GXUFK GLH %DljQ und durch Wirtschaftsprüfer, » US-amerikanische Anbieter wollen auf dem deutschen Markt und bei deutschen Privatkunden wachsen. « Klaus Weber, Patrizia Grundinvest 242 fondsprofessionell.de 1/2026 SACHWERTE Private Markets FOTO: © SCHRODERS, MARINA TERECHOV | FONDS PROFESSIONELL | NEUBERGER BERMAN Überwiegend Profis Zielgruppen von ELTIF-Anbietern ELTIFs gelten als Privatanlegerprodukt. Mitglieder des BAI richten ihre Angebote jedoch überwiegend an professionelle Investoren. Quelle:BAI,2025 0% 20% 40% 60% 80% Privatanleger Professionelle Investoren Semi- professionelle Investoren Adressierte Anlegergruppen in Prozent 81 % 78 % 56 % Benjamin Alt, Schroders: „Das Portfolio unseres Evergreens und die unserer institutionellen Fonds überschneiden sich zumehr als 95 Prozent.“ Manuel Kalbreier, Neuberger Berman: „GPs konzentrierten sich nach demZinsanhebungszyklus 2022 stärker auf das Intermediärgeschäft.“

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