FONDS professionell Deutschland, Ausgabe 1/2026
Cashflow- Kontinuum Fondsmit monatlicher oder quartalsweiser Ausschüttung liegen im Trend: Sie versprechen Anlegern ein kontinuierliches Einkommen bei gleichzeitiger emotionaler Stabilität in unruhigen Märkten. W enn aktuell über künftig anste- hende Änderungen der privaten Altersvorsorge und die Ausgestaltung des von des Bundesregierung geplanten Reformgesetzes, das ab 1. Januar 2027 in Kraft treten soll, gesprochen wird, dann geht es oft um Details in der Anspar- phase. Aus Sicht eines Beraters sehr viel interessanter sind eigentlich die geplanten Maßnahmen in Bezug auf die Entnahme- phase. Stichworte wie der Verzicht auf eine bisher vorgeschriebene Garantie bei geförderten Produkten und die Aufgabe des vielfach schon lange als Bevormun- dung kritisierten Verrentungszwangs in der Auszahlphase sind dabei nur das eine. Die Tatsache, dass es sich beim Thema Auszahlung um sehr viel höhere, da bereits über Jahrzehnte hinweg angesparte Volumina handelt, ist relevant. Nicht zu vergessen ist die Tatsache, dass sich das Verhältnis der Menschen im Ruhestand zu jenen, die noch imErwerbs- leben stehen, in den nächsten Jahren dramatisch verändern wird. Die erwerbs- inaktive Bevölkerung ab 65 Jahren ist in Deutschland aktuell gut halb so groß wie die erwerbsaktive Bevölkerung. Aber ihr Anteil nimmt stetig zu und könnte 2030 bereits gut 62 Prozent betragen und 2040 bei über 70 Prozent liegen. Gleichzeitig sind die Best Ager der Boomergenera- tion jene, die im Durchschnitt über das höchste Nettovermögen je Haushalt ver- fügen. Bei den 55- bis 65-Jährigen sind das nach Berechnungen des Handelsblatts über 240.000 Euro, bei den 65- bis 74-Jäh- rigen sind es mehr als 190.000 Euro. Ins- gesamt steckt hier also sehr viel Kapital, das oft nach Möglichkeiten sucht, eine zusätzliche regelmäßige Einnahmequelle zur gesetzlichen Rente zu generieren. Nicht nur die großen internationalen Asset Manager, auch die Platzhirsche der deutschen Fondsbranche haben das LPPHU RȬHQVLFKWOLFKHU ZHUGHQGH 3RWHQ - zial, das eine solche Entwicklung mit sich bringt, schon vor geraumer Zeit erkannt. Deshalb ist eine Erscheinung wie regelmä- ßig, meist monatlich oder vierteljährlich ausschüttende Fonds natürlich keine wirk- OLFK QHXH (UljQGXQJ *HVHOOVFKDIWHQ ZLH J.P. Morgan Asset Management, Franklin Templeton oder Schroders bieten solche Produkte schon seit Anfang der 2010er- Jahre auch hierzulande an. Bei der DWS markiert der Juli 2023 GHQ 6WDUWVFKXVV IĞU GLH $XijDJH PRQDW - lich ausschüttender Fonds, erkennbar am Namenszusatz LDM. Damals wurden der DWS Invest Top Dividend LDM und der DWS Invest Global Infrastructure LDM – zwei Fonds, die insgesamt jeweils über 2,5 Milliarden Euro verwalten – mit ent- sprechenden Anteilsklassen ausgestattet. Der Anteil der monatlich ausschütten- den Tranchen nimmt sich dagegen noch Regelmäßig ausschüttende Fonds werden gern als passives Einkom- men bezeichnet. Doch auch hinter der vermeintlichen Ertragsmaschine steckt keinWunderwerk, sondern erfolgreiches Fondsmanagement. » Viele Menschen im Ruhestand möchten ein regelmäßiges Einkommen aus ihrer Geldanlage erzielen. « Alexandra Auer, Allianz Global Investors 354 fondsprofessionell.de 1/2026 VERTRIEB & PRAXIS Income-Fonds FOTO: © DR_MICROBE | STOCK.ADOBE.COM
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