FONDS professionell Deutschland, Ausgabe 1/2026

Für mehr Gender Diversity Die Fondsfrauen engagieren sich seit elf Jahren für Geschlechter- vielfalt in der Finanzbranche. Das ist heute wichtiger denn je, zeigt das Gipfeltreffen des Karrierenetzwerks. E s wird stiller um Frauenrechte und Gender Diversity. Geschlechtervielfalt hat in der Wirtschaft heute keine so große Bedeutung mehr. Doch genau deswegen bleibt das Karrierenetzwerk Fondsfrauen dran. „Politische und rechtliche Entwick- lungen, insbesondere in den USA, füh- ren dazu, dass viele international tätige Unternehmen ihre Diversity-Strategien anpassen müssen“, erklärt Fondsfrauen- Ideengeberin und -Mitgründerin Anne &RQQHOO\ EHLP GLHVMÌKULJHQ *LSIHOWUHȬHQ des Netzwerks in Frankfurt. Insgesamt sei zu beobachten, dass Geschlechtervielfalt in vielen Organisationen zurückhaltender kommuniziert wird und Zielvorgaben teilweise aufgeweicht werden. „Das sehen wir kritisch, denn ohne klare Ziele gibt es keine messbaren Fort- schritte“, so Connelly. Dabei helfe eine nachhaltige Personalpolitik Unternehmen, Talente zu gewinnen, zu halten und lang- fristig wettbewerbsfähig zu bleiben. Des- halb sei Gender Diversity entscheidend. Es war bereits der elfte Gipfel des Netz- werks, zum zweiten Mal fand das Spit- ]HQWUHȬHQ LQ )UDQNIXUW VWDWW 'HU *UXQG für die Verlegung des Veranstaltungsortes von Mannheim in die Mainmetropole: Es braucht mehr Platz, denn immer mehr Frauen reisen zum Teil von weit her an, um dabei zu sein. 500 Gäste waren es diesmal – ein neuer Rekord. Kaum Geschäftsführerinnen Dass es in Sachen Geschlechtervielfalt künftig mit weniger Power vorangehen wird, besagen nicht nur einzelne Stim- men aus dem Finanzsektor. Die fünfte Ausgabe des „Gender Diversity Report“, den die Fondsfrauen 2025 gemeinsammit demWirtschaftsprüfungs- und Beratungs- unternehmen KPMG und der Universität Mannheim erstellt haben, belegt es: Die Zahl von Frauen in der Geschäftsleitung von Asset Managern steigt kaum und liegt bei lediglich 16 Prozent. Gleichzeitig zeige sich, dass Frauen im Verhältnis zu ihrer inzwischen hohen Bewerbungsquote noch immer deutlich seltener eingestellt werden als Männer. „Dabei ist Gender Diversity wichtig, GHQQ VLH YHUVFKDȬW DXFK 0ÌQQHUQ PHKU Freiraum in der Gestaltung ihrer eigenen .DUULHUHQĺ ljQGHW &RQQHOO\ 6LH VHLHQ QLFKW mehr zu einer linearen Karriere „ver- dammt“. „Gemeinsam mit ihren Partne- rinnen können sie schauen, welche Lauf- bahn zu ihren persönlichen Bedürfnissen passt“, so die Fondsfrauen-Mitgründerin. Gerade für die sogenannte Generation Z, kurz: Gen Z, kann genau das ein wich- tiger Aspekt sein. Denn für die jungen Leute, die zwischen 1995 und 2010 zur Welt gekommen sind, zählen Werte wie Diversität, Gerechtigkeit und Authentizi- tät oft deutlich mehr als Positionen, Titel und Statussymbole. Vertrauen als Grundpfeiler „Daher brauchen wir in Unternehmen auch einen neuen Führungsstil“, erklärt Laura Bornmann in ihrem Vortrag zum Thema „New Leadership“. Die Expertin für Personalwesen und ehemalige Mana- gerin erläutert, warum Vertrauen heute der Grundpfeiler dafür ist, dass Mitarbei- ter vollen Einsatz bringen und für einen Jetzt erst recht: Die Fondsfrauen- Gründerinnen Anke Dembowski, Anne Connelly undManuela Fröhlich (v.l.) wollen sich noch stärker für Vielfalt und Frauenförderung im Finanzsektor einsetzen. 386 fondsprofessionell.de 1/2026 VERTRIEB & PRAXIS Fondsfrauen-Gipfel FOTO: © OLLI DUERR | FONDSFRAUEN

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