FONDS professionell Deutschland, Ausgabe 1/2026
Erfolg hin und wieder auch mal „die Extrameile gehen“. „Wenn ich einem Mitarbeiter erkläre, wo ich noch deutliches Potenzial sehe und wie klasse ich es fände, wenn er es voll ausschöpfen würde, wirkt das sehr moti- vierend“, so Bornmann. Harte Worte und Strenge hingegen wirkten gerade bei der Gen Z eher kontraproduktiv. Gen Z und die Geldanlage Und was braucht die Generation Z in der Geldanlage? Wie ticken die „Digital Natives“ als Anleger? „Auch die Angehö- rigen der Gen Z wünschen sich persönli- che Unterstützung bei der Kapitalanlage“, sagt Annika Peters, Geschäftsführerin der )UDXHQljQDQ]EHUDWXQJ %DUEDUD 5RMDKQ Kolleginnen, auf dem Panel zum Thema Ľ1H[W *HQ ,QYHVWLQJĺ =ZDU VHLHQ MXQJH Kunden heute deutlich informierter, sie wüssten etwa, wie ETFs funktionieren. „Aber wenn es in die Tiefe geht oder grö- ßere Summen investiert werden sollen, ist ihnen durchaus das persönliche Gespräch wichtig“, so Peters. Gerade Frauen hätten einen starken Wunsch nach Transparenz, Sicherheit und Angeboten, die wirklich zu ihrer Lebens- situation passen. „Es geht immer darum, gemeinsam die richtige Lösung zu ent- wickeln“, berichtet Peters. Gleichzeitig erwarten die Digital Natives aber auch, dass sie als Selbstentscheider online investieren können, und zwar VFKQHOO XQG MHGHU]HLW Ľ,FK GHQNH *HOG - anlage sollte heute so digital wie mög- lich und so persönlich wie nötig ange- ERWHQ ZHUGHQĺ ljQGHW +HLNH )ĞUSDĕ 3HWHU Geschäftsführerin der Fondsplattform Morgenfund. Ihre Plattform hat daher neben einem rein digitalen Zugang auch einen Chatbot auf der Website und bietet über ein Callcenter zudem persönliche Beratung an. Christian Machts, Länderchef Deutsch- land und Österreich bei Franklin Temple- ton, blickt nicht ohne Nervosität auf die Bedürfnisse der Gen-Z-Kunden. „In der Vergangenheit war es für eine Kaufent- scheidung wichtig, dass man sich vom Wettbewerb klar abgrenzen konnte, zum Beispiel durch eine sehr gute Performance, aber das zählt nicht mehr“, berichtet Machts. Heute sei es entscheidend, eine echte Marke, einen „Brand“, zu haben. Junge Anleger bräuchten einen Ort, an GHP VLH DOOHV ljQGHQ JXWH 3URGXNWH GLJL - talen Zugang und Edukation. „Man muss QHXH :HJH VFKDȬHQ XP GLHVH .XQGHQ mitzunehmen“, erläutert Machts. Daher geht Franklin Templeton gerade eine .RRSHUDWLRQ PLW )LQDQ]LQijXHQFHUQ HLQ „Wir bereiten uns in einem großen Pro- MHNW GHU]HLW DXI GLH %HGĞUIQLVVH GHU MXQJHQ Anlegergeneration vor, und da wird noch viel passieren“, berichtet Machts. Sanft statt rau Auch bei den Fondsfrauen soll noch viel geschehen. „Wir haben festgestellt, dass unsere Mentorenprogramme einen riesi- gen Zulauf haben“, sagt Anne Connelly. Damit möglichst viele Finanzfrauen in den Genuss von Karrieretipps und Emp- fehlungen kommen, soll es ab dem Som- mer digitale Master Classes geben. Der Community von mittlerweile rund 6.000 Frauen bietet das Netzwerk 80 Veranstal- tungen pro Jahr an, eine Businessplatt- IRUP IDFKOLFKH %HLWUÌJH XQG MHGH 0HQJH 7LSSV XQG SHUVĆQOLFKH 5DWVFKOÌJH Doch Anne Connelly hat auch eine %LWWH Ľ/DVVW XQV ZRKOZROOHQG IUHXQGOLFK und respektvoll miteinander umgehen“, ruft sie den Gästen des Fondsfrauen- Gipfels zu. „Lassen wir uns nicht ablen- ken von dem rauen Ton, der sich rundum EUHLW PDFKW LQ HLQHU :HOW LQ GHU GDV 5HFKW des Stärkeren und Lautesten wieder zäh- OHQ VROOĺ ,KUH ¶EHU]HXJXQJ $XFK PLW sanften Tönen kann man sich Gehör ver- VFKDȬHQ ANDREA MARTENS FP » Wir bereiten uns in einem großen Projekt auf die Bedürfnisse der jungen Anleger- generation vor. « Christian Machts, Franklin Templeton 388 fondsprofessionell.de 1/2026 VERTRIEB & PRAXIS Fondsfrauen-Gipfel FOTO: © OLLI DUERR | FONDSFRAUEN Auf demPodium(v.l.n.r.): Über die Ansprüche junger Kunden an die Geldanlage diskutieren Anke Dembowski (Fondsfrauen), Annika Peters (Frauenfinanzberatung Barbara Rojahn&Kolleginnen), Bianca Werhan (Deka International), Christian Machts (Franklin Templeton) und Heike Fürpaß-Peter (Morgenfund).
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