FONDS professionell Deutschland, Ausgabe 1/2026

Die National-Bank legt auch eigene Publi- kumsfonds auf. Wie hoch ist deren verwal- tetesVermögenmomentan? Die National-Bank blickt auf eine lange Fondshistorie zurück. Insgesamt belaufen sich die Assets aller Publikums- und Spe- zialfonds, die bei der Hansainvest verwal- tet werden, auf über zwei Milliarden Euro. Zu den bekanntesten und größten Fonds gehört der NB Stiftungsfonds, der vor 30 Jahren gegründet wurde und aktuell rund 180 Millionen Euro verwaltet. Erfolgt der Vertrieb ausschließlich an die eigenenKunden?Oder versuchenSie, auch andereAnleger fürdieFondszugewinnen? Lange Zeit haben wir unsere Asset- Management-Dienstleistungen nur über unsere eigenen Kanäle angeboten. Aktu- ell bauen wir den externen Fondsvertrieb gezielt auf. Der B2B-Bereich erfordert Know-how und ein Netzwerk. Ziel ist, im institutionellen B2B-Bereich weiter zu wachsen, etwa mit Versicherern, Banken oder Sparkassen. Die erste Resonanz ist sehr positiv, und wir haben bereits einige Listings bei renommierten Finanzdienst- leistern erreichen können. Sie sind in Personalunion auch Geschäfts- führer der National-Bank Vermögenstreu- hand, dem Multi-Family-Office der Natio- nal-Bank.WiekanneinimVergleichzuande- ren Banken relativ kleines Institut mit einer Bilanzsumme von rund 6,5 Milliarden Euro die Ansprüche hochvermögender Kunden befriedigen? Wir sind unabhängig und besitzen echte fachliche Tiefe. Wir verzichten bewusst auf eigene Produkte und haben steuerli- che, rechtliche und wirtschaftliche Exper- tise als Kernkompetenz im Haus veran- kert, unter anderem durch hauseigene Steuerberater, Rechtsanwälte und Estate Planner, die Hand in Hand arbeiten. Nur so lassen sich komplexe Vermögens- entscheidungen ganzheitlich bewerten und im Sinne der Familie nachhaltig begleiten. Gleichzeitig können wir auf viel Erfahrung zurückblicken. Wir sind bereits seit 2013 am Markt und konn- ten zahlreiche komplexe Fragestellungen gemeinsam mit unseren Kunden analy- sieren und beantworten. Zudem besitzen wir eine besondere Expertise imUmgang mit Kunstvermögen – sei es in der Bera- tung von Sammlern, der Finanzierung von Kunstkäufen oder der Einbindung von Kunst in Nachfolge- und Stiftungs- modelle. Eine zusätzliche Stärke liegt in unserer Kapitalmarktkompetenz, die wir zur Entwicklung individueller Anlage- strategien einsetzen. Inwieweit wird künstliche Intelligenz aus Ihrer Sicht das „People’s Business“ Private Bankingverändern?SetzenSiebereitsKIein, beispielsweise imPortfoliomanagement? Künstliche Intelligenz wird das Private Banking verändern, aber nicht ersetzen. Für uns gilt der Grundsatz: Menschliche Intelligenz statt künstlicher Intelligenz. Das soll nicht bedeuten, dass wir keine KI im Unternehmen einsetzen werden. Es soll vielmehr unterstreichen, dass für uns der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Erwartungen im Mittelpunkt steht. Aus diesem Grund hat, wie ich bereits sagte, jeder Kunde einen persönlichen Ansprech- partner und kennt auch dessen Vertreter und die Assistenz, die dem Betreuungs- angebot zugeordnet ist. VielenDank für dasGespräch. MARCUS HIPPLER FP V I TA : Sebastian Kuhlmann Sebastian Kuhlmann stieg vor gut zwei Jahrzehnten als Auszubildender bei der National-Bank ein und arbeitete dort bis 2017 als Private Banker. Nach einemAbstecher zu HSBC Trinkaus &Burkhardt kehrte Kuhlmann, der berufsbegleitend BWL an der Fachhochschule für Oekonomie undManagement in Essen studierte und im spanischenMurcia promovierte, zu seinemAusbildungs- institut zurück. Seit 2019 ist er Geschäftsführer der Tochtergesellschaft National-Bank Vermögenstreuhand, seit Anfang 2023 verantwortet Kuhlmann Private Banking undWealthManagement des Konzerns. ImJanuar 2025 rückte er in den Vorstand desMutterhauses auf. » Für uns gilt der Grundsatz: Menschliche Intelligenz statt künst- licher Intelligenz. « Sebastian Kuhlmann, National-Bank BANK & FONDS Sebastian Kuhlmann | National-Bank 394 fondsprofessionell.de 1/2026 FOTO: © CORNELIS GOLLHARDT FÜR FONDS PROFESSIONELL

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