FONDS professionell Deutschland, Ausgabe 1/2026

sind am Arbeitsplatz nicht per se verboten. Wer seinen Vierbeiner mit- bringen möchte, sollte vorher jedoch die Zustimmung des Arbeitgebers einholen. Wichtig ist zudem natür- lich, dass kein Kollege eine Hunde- haarallergie hat. Außerdem sollte das Tier ruhig sowie geimpft sein. Alkohol im Büro Und wie sieht es mit Alkohol am Arbeitsplatz aus? „Eine allgemeine ‚Null-Promille-Grenze‘ gibt es tat- sächlich nicht. Grundsätzlich darf Ihr Arbeitgeber jedoch den Konsum ein- schränken oder ganz untersagen, bei- spielsweise aus Gründen des Arbeits- schutzes. Manche Firmen erlauben ein gemeinsames Bier am Freitag- nachmittag, andere haben eine klare ‚No Alcohol Policy‘“, so das Sparkas- senportal. Die Einstellung zu Alkohol imBüro hat sich im Lauf der Jahrzehnte grundlegend geändert: Wo früher jeder Geburtstag im Kollegenkreis mit einemGlas Sekt gefeiert wurde, ist dies heute eher die Ausnahme als die Regel. Und dass der Privatkunden- betreuer einer Kölner Sparkasse den Azubi jeden Abend nach Schließung der Filiale zum Hintereingang einer noch geschlos- senen Kneipe auf die Neusser Straße schickt, um einen Kranz Kölsch für die gesamte Belegschaft zu holen, wäre heute undenkbar – anders als noch Anfang der 1990er-Jahre (der Autor dieser Zeilen hat die geschilderte Szene tatsächlich erlebt). Dresscode Für viele Banker ist auch die „Kleider- frage“ nach wie vor ein Thema – und für manche eine echte Herausforderung. Fehl- JULȬH VLQG GD QLFKW VHOWHQ Ľ.OHLGXQJ GLH zu privat wirkt, geht im Bankumfeld gar nicht. Dazu gehören zu enge Kleidung, ausgelatschte Schuhe, tiefe Ausschnitte, durchscheinende Materialien oder Shirts mit Aufdruck“, sagt die Stilberaterin Stefanie Diller aus Hamburg. „Auch schlecht sitzende oder stark abgetragene Looks senden ungewollte Signale – es wirkt, als nehme man sich selbst und den Beruf nicht ernst.“ Diller kennt sich im Bankenbereich aus, sie hat beispielsweise für die Kreis- sparkasse Herzogtum Lauenburg einen Dresscode entwickelt. Dabei soll es nicht um modische Verbote, sondern um Wir- kung gehen. „Wer im Kundenkontakt steht, sollte immer den Maßstab anlegen: Würde ich mir selbst vertrauen, wenn ich mich so beraten ließe? Diese Frage bringt oft mehr Klarheit als jede Kleiderord- nung“, erklärt Diller (siehe auch das Inter- view auf der nächsten Seite). Ein Dresscode sei dabei keine strenge Vorschrift, sondern eine Leitlinie mit Bei- spielen für Variationen – und auch klaren No-Gos. Gerade für neue oder junge Mit- arbeitende ist das eine große Hilfe. „Meine Erfahrung aus vielen Mitarbeiterschulun- gen zeigt: Anfangs besteht oft Unsicher- heit, aber schon nach kurzer Zeit emp- ljQGHQ YLHOH HV DOV HFKWH (UOHLFKWHUXQJĺ erklärt Diller. „Sie wissen schneller, was passt – zur Jobrolle, zur Figur, zum 7\S 8QG VLH OHUQHQ LKUH 2XWljWV VR zusammenzustellen, dass sie auch privat tragbar sind. Das sorgt für stil- sicheres Auftreten und nachhaltigeres Einkaufsverhalten zugleich.“ Digitale Meetings $XFK LP +RPHRȯFH VROOWH PDQ auf eine gewisse Etikette achten, ins- besondere bei Videokonferenzen. $XFK GRUW JHKĆUW HLQ JHSijHJWHV Erscheinungsbild dazu – doch nicht jeder berücksichtigt dies. „Es gibt bei uns einen Kollegen, der in kaputten T-Shirts vor dem Monitor hockt und dessen Katze bei Onlinebesprechun- gen über den Schreibtisch läuft. Dies kommt bei den Kollegen nicht gut an und zeugt von mangelnder Wert- schätzung den anderen Mitarbeitern gegenüber“, berichtet die Kreditana- lystin einer großen Landesbank. „Zu spät zu den Videokonferenzen zu erscheinen, weil man noch die Waschmaschine ange- worfen hat, geht auch nicht und stört zudem den Ablauf“, meint sie. (LQH SDXVFKDOH Ľ.DPHUD DQ ĺ 3ijLFKW besteht bei Onlinemeetings rechtlich nicht, allerdings kann der Arbeitgeber Vorgaben machen, dass etwa bei Kunden- gesprächen oder internen Präsentationen die Kamera zu nutzen ist. „Ein dauer- haft ausgeschaltetes Bild wird von vielen DOV XQKĆijLFK HPSIXQGHQ YRU DOOHP LQ kleinen Teams“, bringt es die Sparkasse. de-Redaktion auf den Punkt. „Eine gute Lösung ist Transparenz: Wer gerade technische Probleme hat, in ungünstiger Umgebung sitzt oder aus Datenschutz- gründen seine Privatsphäre im Home- RȯFH VFKĞW]HQ ZLOO VROOWH GDV NXU] DQVSUH - FKHQ 'DV VLJQDOLVLHUW 5HVSHNW XQG VFKDȬW Vertrauen.“ Miteinander Überall, wo Menschen aufeinander- WUHȬHQ VFKDGHW HV QLFKW DXI GLH DQGHUHQ 398 fondsprofessionell.de 1/2026 BANK & FONDS Karriere FOTO: © DC STUDIO | STOCK.ADOBE.COM » Der Arbeitsplatz ist kein Esszimmer. « Sparkasse.de

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