FONDS professionell Deutschland, Ausgabe 1/2026

und erste physische KI-Anwendungen wie autonomes Fahren. Unsere Grund- annahme eines das Jahrzehnt prägenden Themas hat sich entsprechend eher bestä- tigt als relativiert. Dewi John: Wiehat sichderDurchbruchvon ChatGPTkonkretinPerformanceundMittel- zuflüssenniedergeschlagen? Prunas: ChatGPT war der Auslöser für ein sehr starkes Jahr 2023, in dem der Fonds deutlich zweistellig zugelegt hat. Zunächst hat der Markt vor allem die klassi- schen Enabler wie Halbleiterhersteller und Hyperscaler belohnt, wo wir gut positio- QLHUW ZDUHQ 'LH JURĕHQ =XijĞVVH NDPHQ zeitversetzt ab 2024. Dabei hat die Per- formance 2023 sicher für Aufmerksam- keit gesorgt. Vor November 2022 war KI an der Börse kein eigenständiger Performancetreiber. Viele Unternehmen initiierten zwar KI-Projekte, Investoren sahen darin aber noch keinen kurzfristi- gen Katalysator. Erst die Kombination aus ChatGPT und den spektakulären Quar- talszahlen von Nvidia im Mai 2023 hat gezeigt, dass KI unmittelbare Wertschöp- fung ermöglicht. Heuser: WasunterscheidetIhrenFondsheute vonanderenKI-Produkten? Radjabi: Viele KI-Fonds sind de facto Tech- nologie- oder Robotikfonds, die nahezu ausschließlich in Enabler investieren. Unser Ansatz ist dagegen dreiteilig: Wir investieren in Enabler, in Plattformen und in Nutznießer, also in Unternehmen, die künstliche Intelligenz konkret in ihren Geschäftsmodellen einsetzen. Gleichzeitig ist der Fonds als Artikel-9-Strategie nach Brice Prunas: „Heute verwaltenwir in der Strategie rund eineMilliarde US-Dollar, und der Fonds ist zu einemstrategischwichtigen Produkt geworden.“ » Der Fonds war ursprünglich tatsächlich so etwas wie ein Experiment. « Maxence Radjabi, Oddo BHF AM fondsprofessionell.de 1/2026 85 FOTO: © FRANÇOIS DABURON FÜR FONDS PROFESSIONELL

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