FONDS professionell Deutschland, Ausgabe 1/2026
oben“, berichtet Bantleon-Stratege Preiß- ler. Er verweist zudem auf die Sorge, dass eine Energiekrise durch die Blockade der 6WUDĕH YRQ +RUPXV GLH ,QijDWLRQ DQKHL]HQ könnte. Diese wiederum schiebt die Zin- sen nach oben. Anders als prognostiziert verhält sich hingegen der US-Dollar. Der langfristige Abwärtstrend der Währung kehrte sich um. Sie erstarkte und zählt damit im bisherigen Verlauf des Iran-Kon- ijLNWV ]X GHQ ZHQLJHQ *HZLQQHUQ DQ GHQ Finanzmärkten – jedenfalls kurzfristig. Kein Universalschutz Bei einem anderen sicheren Hafen zeigt sich eine erstaunlich verhaltene Reaktion: *ROG 1DFKGHP GDV (GHOPHWDOO LQ GHQ Wochen vor Kriegsausbruch ein Rekord- hoch erklommen hatte, kam es seither QXU ]X HLQHP NXU]HQ $XȴDFNHUQ MHGRFK zu keinem nachhaltigen Anstieg mehr. Manche Experten verweisen darauf, dass *ROG NHLQHQ XQLYHUVHOOHQ 6FKXW] JHZÌKUW Ľ,Q PDQFKHQ .RQVWHOODWLRQHQ PDJ *ROG eine Absicherung bieten“, sagt Mainsky- Stratege Schulte. „Aber es entfaltet keine Schutzfunktion gegen alle Szenarien.“ Andere, darunter First-Private-Manager Brückner, räumen dem Edelmetall weiter- hin eine wichtige Rolle im Portfolio ein. Ľ1HEHQ $NWLHQ XQG $QOHLKHQ VWHOOHQ ZLU DOV GULWWH 6ÌXOH *ROG GDV VLFK DOV 5LVLNR - schutz etabliert hat“, erläutert er. Diesen dritten Pfeiler bildet allerdings das Edel- metall nicht allein. Die Portfoliomana- ger setzen zudem auf Liquid Alternatives wie Long-Short-, marktneutrale oder Merger-Arbitrage-Strategien. „Diese dritte Säule funktioniert relativ unabhängig von bestimmten Szenarien“, erläutert der Anla- gestratege. Obendrein rumort es an anderen Stel- len. „Ein weiteres Risikoszenario ist der Schattenbankenmarkt rund um Private 'HEWĺ PDKQW 0DLQVN\ *UĞQGHU 6FKXOWH „Der Markt ist intransparent – und er ist riesig.“ Obendrein sei er unreguliert, „ohne Einlagensicherung, ohne einen Kreditgeber letzter Instanz – also ohne irgendein Sicherheitsnetz“. Private-Debt- Produkte seien breit verkauft worden. „Die Finanzkrise 2008 hat gezeigt, dass Risiken im gesamten Finanzsystem ver- streut sein können“, warnt Schulte. Positive Signale Auch die neue Führung in Japan sieht Schulte als Risiko. „Was sich dort zusammenbraut, ist der perfekte Sturm.“ 'LH 5HJLHUXQJ JHKH ljVNDOSROLWLVFK LQ GLH 2ȬHQVLYH 'LH 1RWHQEDQN NĆQQWH gezwungen sein, die Zinsen aggressiv zu erhöhen. „Wenn japanische Investoren dann ihr Vermögen repatriieren, kann dies zu sehr schmerzhaften Korrekturen führen“, so Schulte. %HL DOOHP *UXQG ]XU 9RUVLFKW ZHLVW Bantleon-Stratege Preißler auch auf posi- tive Signale hin, die nicht ganz aus den » Man kann sich auf Trump nicht einstellen. « Hendrik Leber, Acatis 98 fondsprofessionell.de 1/2026 MARKT & STRATEGIE Vermögensverwaltende Fonds Kraftreserven erschöpft Edelmetalle im Vergleich Nach starken Anstiegen über die vergangenenMonate scheint es trotz der Iran-Krise bei Edelmetallen kaummehr Spielraumzu geben. Quelle:Morningstar 100 % 200 % 300 % 400 % Silber ETC Gold ETC 2024 2023 2025 ’26 Krisenaufschlag Nordsee-Erdöl Der unterbrochene Öl-Lieferstromaus demGolf lässt global die Preise in die Höhe schnellen, auch bei der Nordseesorte Brent. Quelle:Morningstar 100 % 120 % 140 % 160 % 180 % Brent Crude Oil ETC 2024 2023 2025 ’26 FOTO: © CHRISTOPH HEMMERICH | FONDS PROFESSIONELL
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