FONDS professionell Deutschland, Ausgabe 2/2026

auch deshalb interessant, weil zahlreiche kleinere Unternehmen vor ungelösten 1DFKIROJHVLWXDWLRQHQ VWĞQGHQ Ľ'DV HUĆȬ - net Serien-Akquisiteuren die Chance, gute 1LVFKHQljUPHQ ]X DWWUDNWLYHQ %HZHUWXQ - gen zu erwerben und über viele Jahre wei- terzuentwickeln.“ In seinen Fonds gelan- gen nur zehn bis 20 Positionen, hinter denen die operativen Gewinne der Port- folio-Holdings von Hunderten darunter liegenden Firmen in unterschiedlichen %UDQFKHQ XQG 5HJLRQHQ VWHKHQ Ľ'DV JLEW XQV HLQH JXWH 'LYHUVLljNDWLRQ GHU *HZLQQ - TXHOOHQĺ VDJW 5LHFKHUW ,P8QWHUVFKLHG ]X einem breiten Index entstehe diese Diver- VLljNDWLRQ DEHU QLFKW SHU 0DUNWNDSLWDOLVLH - rung, sondern durch Kapitalallokatoren, GLH PHLVW EHVVHUH (QWVFKHLGXQJHQ WUHȬHQ als der Durchschnitt der Anleger. „Jede neue Akquisition erweitert unser Portfolio um ein vorher privates Unter- QHKPHQĺ EHVFKUHLEW HV 5LHFKHUW 'DV VLHKW er als eine Art Private-Equity-Evergreen- )RQGV LQ ĆȬHQWOLFKHU +ĞOOH QXU HWZDV EHV - ser: Die Wertsteigerung entstehe schließ- lich nicht beim Exit, sondern im laufen- GHQ %HWULHE GHU 7ĆFKWHU ł ĞEHU 8PVDW] 0DUJH XQG 5HLQYHVWLWLRQ JOCHEN HÄGELE FP Private-Equity-Aktien: Vom Markt abgestraft Die Aktien von börsennotierten Investmentfirmen mit Schwer- punkt auf illiquiden Anlagen gelten als einfache Möglichkeit, am Erfolg von Anlageklassen wie Private Equity und Co. teilzuhaben, die bis zur Einführungder ELTIFs für Privat- anleger kaum zugänglich waren. Die Aktien aus diesem Segment firmieren unter dem Oberbegriff Listed Private Equity , da die meisten Firmen mit Private Equity groß geworden sind. Seither hat sich ihr Business aber deutlich gewan- delt: Viele der führenden börsennotierten Alter- natives-Manager generieren heute einen gro- ßenTeil ihresGeschäftsmit Anlagenwie Private Debt oder Infrastrukturinvestments. Zu den größten börsennotierten Alternatives- Managern zählen Blackstone, KKR Partners, Apollo Global Management und EQT. Lange lie- fen deren Aktien im Vergleich zu breiteren Indi- zeswie S&P 500 oderMSCI World sehr gut, doch im vergangenen Jahr wendete sich die Stimmung gegen die erfolgs- verwöhnte Investmentelite. Das spiegelt die Realität wider, denn die Branche hat verschiedene Pro- bleme . Zum einen war die Dyna- mik bei Private Equity infolge des Zinsschocks von 2022 zuletzt nur mäßig. Wegen des hohen Fremdka- pitaleinsatzes schlagen höhere Zin- senstarkauf das fremdkapitalintensiveGeschäft durch. Zahlreiche Portfoliofirmen, die vor 2022 zu Niedrigzinsen finanziert wurden, sind unter der höheren Zinslast kaum rentabel. Die Mana- ger tun sich schwer, ihre Portfoliofirmen zu den avisiertenPreisenzuverkaufenoder andieBörse zu bringen. Die Folge: schwächere Performance und ein enormer Rückstau an Beteiligungen. Im vergangenen Jahr nahmen die wichtigen Fir- menübernahmen zwar wieder Fahrt auf. Doch mit den sinkendenWachstumserwartungen und neuen Inflations-undZinssorgendroht schonder nächste Rückschlag. EinweiteresProblemistdie Disruption im Soft- waresektor, einer Fokusbranche vieler PE-Fir- men. Und hier kommt ein weiterer wichtiger Geschäftsbereich ins Spiel: Private Debt (siehe auch Seite 230). Für viele Firmenwie Blackstone undApollo ist dasPrivate-Debt-oderDirect-Len- ding-GeschäftvongroßerBedeutung.Rund80bis 90 Prozent dieser Direktfinanzierungen gehen an Firmen, die ihrerseits im Besitz von Private- Equity-Sponsoren sind. Zuletzt gab es hier in denUSAprominente Zahlungsausfälle undeine Rücknahmewelleunter denAnlegern sogenann- ter BDC-Fonds. Das sindFonds, dieUS-Alterna- tives-Manager teils aggressiv an Privatanleger aus den Vereinigten Staaten vertrieben haben. In der Folge ging es seit Anfang2026 teils deutlich abwärts mit den Aktien zahlreicher börsenno- tierter Investmentfirmen: Apollo notierte zuletzt zwölf Prozent tiefer, Blackstone 18 Prozent und KKR 17 Prozent, während der S&P 500 leicht im Plus lag. Wirklich bessern dürften sich die Aus- sichten erst dann, wenn sich die Konjunktur- und Zinsperspektiven aufhellen. Private Equity ETF 156 fondsprofessionell.de 2/2026 MARKT & STRATEGIE Beteiligungsgesellschaften FOTO: © NICKITWANG I WWW.PIXELCO.NO I REQ, P&R INVESTMENT Kjetil Nyland, REQ: „Wir suchen Unternehmen, die fortlaufend profitable Firmen inMarktnischen erwerben und das aus ihremCashflow finanzieren.“ Matthias Riechert, P&R Investment: „Die besten Firmen sind solche, die Kapital über viele Jahre zu hohen Renditen reinvestieren können.“

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