FONDS professionell Deutschland, Ausgabe 2/2026
Stets zu Diensten Immer mehr Maklerpools bieten ihren Vermittlern KI-Systeme, die sie bei der Arbeit unterstützen sollen. Der jüngste Schrei sind selbstständig handelnde KI-Agenten – die aber Risiken bergen. D reieinhalb Jahre ist es her, dass das US-Unternehmen OpenAI seinen Chatbot ChatGPT vorgestellt und gezeigt hat, was generative künstliche Intelligenz (KI) schon leisten kann. Seither geht die Entwicklung stetig steil nach oben, und KI-Tools sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken, sowohl im privaten als auch im Geschäftsumfeld. Schließlich ELHWHW ., JURĕHV 3RWHQ]LDO IĞU (ȯ]LHQ] - steigerungen und Einsparungen. $XFK GLH )LQDQ]EUDQFKH DUEHLWHW ijHLĕLJ an neuen Anwendungen. Maklerpools sind hier keine Ausnahme. Zwei von ihnen preschten vor einigen Wochen vor: Blau Direkt und Fonds Finanz verkünde- ten mit einigem Stolz große Fortschritte und teilten mit, dass Sie in ihre IT- Systeme sogenannte KI-Agen- ten implementiert haben, die Aufgaben eigenstän- dig ohne menschliche Anweisungen ausführen können. Grund genug für die Redaktion, sich bei diesen beiden Pools und Mitbewerbern wie Apella, Aruna, BCA, Fondskonzept, JDC, Netfonds, PMA, Qua- litypool, Vema und VfM nach dem Stand der jeweiligen Entwicklung zu erkundi- gen. Ergänzt wird dieses Bild um Ein- schätzungen von Maklern und Experten, was sie von den Angeboten halten – und wo es ihrer Meinung nach noch klemmt. Die Tools der Pools Das Ergebnis: Fast jeder der befragten Pools und Verbünde arbeitet an Anwen- dungen auf Basis der neuen Technik, da die Nachfrage seitens der Makler steigt, die konkret Automatisierung und bes- sere Prozesse wünschen. „Ich bin über- zeugt, dass es in ein paar Jahren kaum noch Makler geben wird, die nicht mit KI-Tools arbeiten. Sie helfen dabei, Verwaltungsprozesse deutlich zu verschlanken und gleichzeitig den Kundenser- vice weiter auszubauen“, sagt Maximilian Portner, Mitinha- ber von Clever Finance Consul- ting. „Schon heute nutzen wir KI für einfache Aufgaben wie Adressänderungen, das Aus- lesen von Dokumenten oder die Auswertung von Kundendaten.“ Die Vema teilt mit, sich zu diesem Thema aktuell nicht äußern zu wollen. Aruna bietet keine KI-Tools an: „Unsere Philosophie ist es, nicht jedem Trend hinterherzurennen, sondern unseren Partnern Kooperatio- nen mit langfristiger Perspektive anbieten Wie ein treuer Diener, der seinemChef jede unerwünschte Aufgabe abnimmt: KI-Tools kön- nen sehr bequemsein. Dochwas, wenn dem Butler mal ein Fehler unterläuft? » Die KI-Systeme der Pools sind absatzorientiert, nicht kundenorientiert! « Ralf Hüber, Versicherungsmakler 276 fondsprofessionell.de 2/2026 VERTRIEB & PRAXIS Technologie FOTO: © MASTER1305 | STOCK.ADOBE.COM
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