FONDS professionell Deutschland, Ausgabe 2/2026
gesellschaften und Taucher sprechen nicht dieselbe Sprache, sie passen nicht zueinan- der“, formuliert es Vierow. In diese Lücke ist er 2017 gestoßen. Risikosportart Ein wichtiger Grund, weshalb Taucher keine oder nur eine unzureichende Absi- FKHUXQJ ljQGHQ 7DXFKHQ JLOW GHQ 9HUVL - cherern als Risikosportart, entsprechend hart prüfen sie potenzielle Kunden, die etwa eine Berufsunfähigkeits- oder Risiko- lebensversicherung abschließen möchten. Ľ,FK ljQGH DEHU LPPHU HLQHQ:HJ 7DXFKHU bei einer Gesellschaft zu annehmbaren Konditionen zu versichern“, verspricht er. Problematisch ist auch die Absicherung der Tauchausrüstung, die schnell 10.000 (XUR RGHU PHKU NRVWHW Ľ%HljQGHW VLH VLFK LP +DXV RGHU HLQHU :RKQXQJ LVW VLH EHL Einbruch oder bei Feuer- und Leitungs- wasserschäden geschützt, unterwegs aber nicht“, erläutert der Makler. Hier emp- ljHKOW VLFK DOVR HLQH ]XVÌW]OLFKH $XVUĞV - tungsversicherung, die er in Kooperation mit der Alten Leipziger anbietet – eine echte Allgefahrenversicherung, die die Ausrüstung gegen Verlust und Beschä- digung weltweit absichert. Die Versiche- rungssumme starte bei 5.000 Euro, im Schnitt liege sie zwischen 20.000 und 40.000 Euro. Vierow betont übrigens, bei seinen Angeboten nicht nur auf die Konditionen für seine Kunden zu achten, sondern immer auch die Seite der Ver- sicherer im Blick zu haben. Auch für sie müsse sich ein Deckungskonzept rechnen, VR VHLQ &UHGR 'LH $QELHWHU JRXWLHUHQ GDV Insgesamt hat der Makler bereits neun Deckungskonzepte mit verschiedenen Versicherern entwickelt. Fokus auf Hobbysportler Die speziellen Policen sind für Ver- bände, Tauchschulen und -lehrer sowie die Hersteller des Equipments gedacht – und natürlich für Hobbytaucher. „Ich betreue nur Taucher“, stellt Vierow klar. „Ich fokussiere mich darauf, ihnen den Versicherungsschutz zu besorgen, den sie benötigen, um ihr Hobby, ihren Beruf oder ihr Gewerbe ausüben zu können.“ Damit sich der Beratungs- und Betreu- ungsaufwand für ihn auch rechnet, nimmt er neue Privatkunden seit einiger Zeit nur noch an, wenn er als Makler deren kompletten Bestand an Versiche- rungen betreuen kann. Eine Ausnahme von dieser Rundumbetreuung macht er nur bei Biometrie-Produkten wie der Arbeitskraftabsicherung. Eine andere Gruppe hat dagegen keine Chance, über ihn Versicherungsschutz ]X EHNRPPHQ SURIHVVLRQHOOH 7DXFKHU Vierow berät sie nicht, weil sie sehr spe- ziellen Risiken ausgesetzt sind, die selbst er nicht im Detail kennt. Hinzu kommt, dass es in ganz Deutschland geschätzt nur HWZD KDXSWEHUXijLFKH 7DXFKHU JLEW ł eine sehr kleine Zielgruppe. Grüne Wiese Vierow erinnert sich zurück an seine Anfänge als Gründer. Er begann auf der VSULFKZĆUWOLFKHQ JUĞQHQ :LHVH ł LQ VHL - nem Fall vielleicht besser im blauen Pool – und mit null Kunden. „Ich habe mir dann im Lauf der Zeit meinen Kunden- stamm über verschiedene Marketing- XQG :HUEHPDĕQDKPHQ DXIJHEDXW PLW Social Media, der eigenen Internetseite, Interviews in Fachmagazinen für Taucher und Ständen auf Fachmessen wie der ‚Boot‘ in Düsseldorf oder der ‚Interdive‘.“ $XĕHUGHP NOHEWH HU VLFK:HUEXQJ IĞU VHLQ Maklerhaus aufs Auto, wodurch er bei Tauchgängen mit anderen Teilnehmern ins Gespräch kam. „Mittlerweile kommen neue Interessen- ten hauptsächlich durch Empfehlungen bestehender Kunden und durchMund-zu- Mund-Propaganda auf mich zu“, berichtet Vierow. Die zeit- und kostenintensiven Social-Media-Aktivitäten konnte er inzwi- schen deutlich reduzieren. Dadurch bleibt mehr Zeit für was? Fürs Tauchen natür- lich. JENS BREDENBALS FP » Versicherer und Taucher sprechen nicht dieselbe Sprache. « Timo Vierow, TVV 286 fondsprofessionell.de 2/2026 VERTRIEB & PRAXIS Timo Vierow | TVV FOTO: © TIMO VIEROW Timo Vierow bei seiner liebsten Beschäftigung: demTauchen. Seit zwölf Jahren versucht er möglichst oft, den Schreibtisch seinesMaklerbürosmit der Welt unter Wasser zu tauschen. „Man taucht wortwörtlich in eine andereWelt ein, gleitet durchsWasser und kann völlig abschalten“, schwärmt er.
RkJQdWJsaXNoZXIy ODI5NTI=