FONDS professionell Deutschland, Ausgabe 2/2026

Bayer-Standorten in Deutschland auf der Bühne stehen“, erklärt Schulz. „Wir“, das sind Schulz, Schröder, Koslowsky sowie weitere Kollegen und Kolleginnen aus den unterschiedlichen Fachbereichen von Maiwerk. „Marciano Koslowsky erstellt zum Bei- spiel gerade die Inhalte für denWorkshop, den ich dann in Berlin halten werde“, sagt Schulz. Diesen wird Koslowsky selbst noch einmal digital und auf Englisch vor- bereiten für die Bayer-Mitarbeiter, deren Muttersprache nicht Deutsch ist. Alle Ver- anstaltungen werden live gestreamt und aufgezeichnet. Die Lernplattform von Maiwerk ist in insgesamt sechs Sprachen verfügbar. Gar nicht schwierig War es schwierig, zunächst einmal den Kenntnisstand der Bayer-Mitarbeiter zu eruieren, um dann auch die passenden Inhalte anbieten zu können? „Nein“, sagt Anica Schulz. „Durch unsere tagtäglichen Beratungen haben wir einen sehr guten Einblick in das Finanzwissen von Verbrau- chern“, erklärt sie. Auch die Lernmateria- lien waren zum Teil schon vorhanden. Aufwendig sei allerdings die Arbeit an der Plattform und den Rechentools gewe- sen, sagt Ingo Schröder. „Beides haben wir selbst gebaut und speziell für die Zielgrup- pen bei Bayer und die Sprachen imUnter- nehmen konzipiert“, erklärt er. „Wenn man eine solche Plattform aufbaut, dann ist das schon ein großes Projekt, aber es klappt sehr gut“, berichtet er. „Wenn wir das jetzt noch mal für ein anderes Unter- nehmen machen würden, wäre der Auf- wand deutlich geringer.“ Tatsächlich steht Maiwerk bereits mit weiteren Unternehmen in Kontakt. „Aber ]XQÌFKVW HLQPDO KRȬHQ ZLU GDVV GDV 3UR - gramm eine erfolgreiche Lernreise für die Bayer-Mitarbeiter wird“, sagt Schröder. „Für uns ist es eine intrinsische Motiva- tion, das Thema Finanzbildung voran- zubringen, damit Menschen in Sachen Geldanlage und Altersvorsorge selbstbe- VWLPPW VRXYHUÌQH (QWVFKHLGXQJHQ WUHȬHQ können“, erklärt er. Finanzbildung für Kunden Um seinen Kunden solche Entscheidun- gen zu ermöglichen, betreibt Maiwerk schon lange eine eigene Finanzakademie. „Damit bereiten wir sie inhaltlich quasi vor, damit sie gut informiert in den Gesprächstermin kommen und wir die Zeit, die wir als Honorarberater haben, möglichst gut nutzen können“, sagt Schrö- der. Das Programm für Bayer sei nun die logische Weiterentwicklung gewesen. „Schließlich kann man das, was man für die eigenen Kunden anbietet, adjus- tieren und für ein großes Unternehmen anpassen“, so Schröder. „Und ich glaube, dass wir mit unserem Finanzbildungspro- gramm die Bayer-Mitarbeiter mitnehmen und begeistern können“, sagt er. Bayer ist nicht der einzige Dax-Konzern, der seinen Mitarbeitern Programme zur Finanzbildung anbietet. Auf eine Umfrage von FONDS professionell unter den 40 im Deutschen Aktienindex aktuell notierten Unternehmen gab es zwar nicht allzu viele Rückmeldungen. Immerhin sechs Kon- zerne erklärten aber, ihre Mitarbeiter in ljQDQ]LHOOHQ 7KHPHQ ]X VFKXOHQ So engagiert sich die Deutsche Telekom in unterschiedlichen Formaten für die Finanzbildung ihrer Belegschaft. Über eine digitale Plattform stellt das Unterneh- men umfangreiche Lernmaterialien und .XUVH ]XU ljQDQ]LHOOHQ %LOGXQJ XQG DXFK für die private Finanzplanung zur Verfü- gung. Darüber hinaus bietet die Telekom verschiedene Informations- und Weiter- bildungsangebote rund um die Themen Altersvorsorge und Risikoabsicherung an. Und nicht zuletzt gibt es einen Aktien- club, dem sich die Mitarbeiter anschließen können. Lernen beim Lunch Bei Scout 24 gibt es punktuelle Ange- bote zur Finanzbildung der Mitarbeiter. So organisierte das Unternehmen erst kürzlich eine Veranstaltung zur Altersvor- sorge in Deutschland sowie ein „Lunch & Learn“-Format zum Einstieg ins Inves- tieren, insbesondere für Frauen. Beim Energiekonzern Eon sind Finanzbildungs- inhalte Teil der digitalen Lernplattform, 304 fondsprofessionell.de 2/2026 VERTRIEB & PRAXIS Finanzbildung FOTO: © MAIWERK, MAIWERK Anica Schulz, Maiwerk: „Durch unsere tagtäg- lichen Beratungen habenwir einen sehr guten Einblick in das Finanzwissen von Verbrauchern.“ Ingo Schröder, Maiwerk: „Wennman eine solche Lernplattformbaut, dann ist das schon ein großes Projekt, aber es klappt sehr gut.“

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