FONDS professionell Deutschland, Ausgabe 2/2026

Müssen neue Berater in diesem hoch qua- lifizierten Segment einen eigenen Kunden- stammmitbringen,wieesbeianderenBan- kenüblich ist? Ja, denn wenn sie nichts mitbringen, dau- ert es sehr lange, bis sie sich tragen. Sie könnten ja auch sagen: Sie kriegen hier ein Telefon vor die Nase gesetzt und akqui- rieren jetzt! Dann rechnen Sie doch mal aus: ImBran- chenschnitt akquiriert ein guter Berater rund zehn Millionen Euro. Bei einer Marge von 0,7 Prozent macht er im Jahr rund 70.000 Euro. Dafür erarbeitet er aber noch nicht mal sein Grundgehalt. Also: Es müssen schon Berater sein, die einen ordentlichen Ertrag bei ihrer bisherigen Adresse erwirtschaften, aber dort einge- engt werden. AmJahresanfang haben Sie drei neue Mit- arbeitereingestellt.WiekamendieKollegen zu Ihnen?HabenSieaktivgesucht? Headhunter verdienen bei uns sehr wenig – die sind bemüht, haben aber oft nicht den Zugang zu den Seniorberatern. Wir sind bislang bewusst unter dem Radar geblieben: keine klassische Werbung, keine Events, keine großen Auftritte. Genauso ist es mit den Kundenberatern: Man kennt sich untereinander. Und wenn dann der eine oder andere von sei- ner Bank geärgert wird, haben wir eine Chance. Durch die Erneuerung mit der Wachstumsstrategie und auch dem Vor- stand, in dem es einige personelle Ver- änderungen gab, ist unser Haus jetzt so aufgestellt, dass mancher interessiert ist, hier mitzuarbeiten. Einige Kundenberater wünschen sich auch eine neue Vision und Perspektiven. Und da speziell die Kunden- berater Ü50 nicht mehr in jeder Bank so ZHUWJHVFKÌW]W ZHUGHQ ljQGHQ VLH XQVHU Modell sehr spannend. Warren Buffett soll angeblich Pate bei der Gründung Ihrer Bank gestanden haben. Einer Ihrer Gründungsväter schlug damals vor, dass die Banker Buffetts Bücher lesen und daraus eine Formel kreieren sollten, mit der man erfolgreich Einzeltitel aus- wählenkann. Die Story stimmt tatsächlich, dass eine der Familien dies so in Auftrag gegeben hat. Leider sind wir nicht hinter die For- PHO YRQ :DUUHQ %XȬHWW JHNRPPHQ :LU haben 32 Themenbereiche ausgearbeitet. Daran orientierten wir uns anfangs auch, wenn wir uns Einzeltitel angeschaut haben. Von diesen Themenbereichen trugen am Ende des Tages jedoch nur die wenigsten zur Entscheidung für oder gegen eine Aktie bei. Heute machen wir es anders. Wir setzen natürlich auf konser- YDWLYH :HUWH ł VR ZLH :DUUHQ %XȬHWW DXFK –, mehr oder weniger fahren wir einen Value-Ansatz. Aber wir nutzen vielfach auch das Sentiment und vergessen zudem die Wachstumsbranchen nicht. SiebietenauchdieAnlageinphysischesGold an.Wie funktioniert dasbei Ihnen? Wir arbeiten mit dem Goldhaus Pro Aurum in München zusammen. Die Inhaber berichteten uns, dass immer mehr Anleger ihr Gold nicht mehr zu Hause lagern wollen, dass Banken ihre Schließfächer zumachen und viele Kun- den sich auch im Ausland nicht mehr so wohl fühlen. Wir haben nach einer Lösung gesucht, wie man das physische Gold im Depot abbilden kann. Jetzt bieten wir mit Pro Aurum eine Alter- native: Der Kunde liefert sein Gold bei Pro Aurum ein und wir spiegeln es ihm bei uns im Depot wider. De facto liegt es im Kommissionsdepot des Bankhauses Herzogpark. Der Kunde sieht sein Gold dann auf dem Depotauszug? Das Gold wird regelmäßig bewertet, sogar sechsmal am Tag. Der Kunde kann dann » Kundenberater Ü50 werden nicht mehr in jeder Bank so wert- geschätzt. Sie finden unser Modell sehr spannend. « Volker Rützel, Bankhaus Herzogpark BANK & FONDS Volker Rützel | Bankhaus Herzogpark 376 fondsprofessionell.de 2/2026 FOTO: © SEBASTIAN WIDMANN FÜR FONDS PROFESSIONELL

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